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Heilpädagogischer Kindergarten besteht seit 30 Jahren

HABINGHORST Goldene und silberne Sterne hängen in Mobiles von der Decke des heilpädagogischen Kindergartens. In voradventlicher Stimmung wurde am Samstagnachmittag das 30-jährige Bestehen der Einrichtung an der Oskarstraße gefeiert.

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Andreas Klein leitet den Kindergarten.

Viele Ehemalige lkamen zur Geburtstagsfeier.

Im Kindergarten unter der Trägerschaft der Caritas herrschte reger Betrieb: Familien, Freunde, Mitarbeiter und Förderer der Betreuungsstätte waren gekommen, um sich gemütlich bei Kaffee und Kuchen zu unterhalten, die Aufführung des Sankt-Martins-Singstück der Kinder anzusehen, oder auch um über den Martinsmarkt in den Räumen der Einrichtung zu bummeln, wo selbst gemachte Marmelade, Schmuck, Weihnachtsdecken und vieles mehr zum Verkauf angeboten wurde. Die kleinen Besucher waren außerdem zum Basteln eingeladen.

„Es waren auch einige Ehemalige da“, freut sich Ilona Winkler-Gabka, langjährige Mitarbeiterin und stellvertretende Leiterin des Kindergartens. Ursprünglich für zwei Gruppen ausgerichtet, werden mittlerweile vier Gruppen mit jeweils acht bis neun Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut und nach ihren Bedürfnissen gefördert. Doch das ist nicht die einzige Veränderung in der 30-jährigen Entwicklung der Einrichtung. „Früher gab es eindeutigere Behinderungsbilder, heute gibt es viel komplexere Verhaltensauffälligkeiten“ erklärt Winkler-Gabka. Das läge zum einen an der fortschrittlichen Entwicklung der Gerätemedizin, welche die Überlebenschancen der Kinder deutlich verbessert habe.

Zum anderen wurden Verhaltensauffälligkeiten mit der Zeit auch anders eingeordnet und bewertet. „Autismus war früher kein Begriff“, nennt Winkler-Gabka ein Beispiel. Aber auch die Umwelt spiele eine Rolle bei Verhaltensauffälligkeiten. Das Angebot der Einrichtung für die individuelle Förderung der Kinder reicht von Motopädie – einer speziellen Art der Krankengymnastik – über Ergotherapie bis hin zur Sprachtherapie.Doch auch die Pädagogik hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. So werden heute viel mehr Ausflüge in die Natur unternommen, was für die Kinder besonders wichtig sei, wie Kindergartenleiter Andreas Klein betont. „Andere Reize sorgen dafür, dass sich andere Synapsen bilden“, erläutert er die positiven Auswirkungen neuer Sinneserfahrungen auf das Nervensystem.

Deswegen besuchen die Kindergartenkinder in regelmäßigen Abständen einen Natur-Erlebnis-Bauernhof oder lernen in der Waldgruppe, wie man sich über Stock und Stein bewegt. Außerdem gehören Reittherapie und Schwimmgruppen zu den angebotenen Zusatz-Aktivitäten. Diese Angebote sind nur durch Spenden möglich, doch ihre Wirkung ist unbezahlbar.   „Wir alle brauchen die Natur, aber die Kinder ganz besonders“, weiß Klein. Das ist etwas, was sich auch in den nächsten dreißig Jahren bestimmt nicht ändern wird.

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