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Nachwuchsregisseur aus Frohlinde

Im Erin-Park gedrehter Kurzfilm feiert Kino-Premiere

CASTROP-RAUXEL Im Dezember hatte der Frohlinder Philipp Kowalski eine Bankraub-Szene im Erin-Park gedreht - jetzt ist der gesamte Film "Ascona" fertig. In etwas mehr als fünf Minuten erzählt der Nachwuchsregisseur eine spannende Geschichte. Am Sonntag, 23. April, feiert der Kurzfilm seine Kino-Premiere.

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Regisseur Philipp Kowalski (Mitte) im Kreis seiner Schauspieler (v.l.n.r.): Oktay Önder (als Bankräuber-Anführer Dave), Anthony Arndt (als Empfangschef der Bank), Florian Buchholz (Piet) und Kai Bosse (Steve) beim Filmdreh im Erinpark.

Bei den Drehtagen in der Kokerei Hansa arbeitete das Team um Regisseur Philipp Kowalski mit einem Stativwagen, rechts davon warten die Bankräuber Dave (gespielt von Oktay Önder) in Giraffen-Verkleidung und Steve (Kai Bosse) im Pinguin-Kostüm auf ihren Einsatz.

An einem der beiden Drehtage am Fuße des Erin-Turms hatten wir die Filmcrew begleitet. Für den Nachwuchsregisseur war der Kurzfilm Hauptteil seiner Zwischenprüfung an der Bochumer Privatuni SAE Institute. Das Ergebnis, das er nun vorgelegt hat, kann sich sehen lassen: In etwas mehr als fünf Minuten breitet Kowalski, der nach eigenem Drehbuch arbeitete, eine spannende Geschichte aus – inklusive überraschendem Finale. Raub und Mord sind die Zutaten für eine kurze, aber faszinierende Krimi-Geschichte.

So lief der Filmdreh im Erin-Park

Kamera läuft, Ton läuft, Klappe: Filmstudent Philipp Kowalski drehte am Wochenende einen fiktiven Banküberfall nach eigenem Drehbuch.
Dave (im Giraffenkostüm) und Steve (in schwarz-weißer Pinguin-Verkleidung) werden gleich in die Bank stürmen. Sie warten auf das Startzeichen des Regie-Assistenten.
Läuft die Kamera nicht, ist man am Set ständig im Gespräch.
Auch die Schauspieler sind involviert, um das beste aus dem Dreh rauszuholen.
Auf geht es zum nächsten Take.
Das Haupt-Ensemble des Drehtages (v.l.n.r.): Oktay Önder als Dave, Anthony Arndt als Bank-Portier, Regisseur Philipp Kowalski, Florian Buchholz als Schlüsselfigur Piet und Kai Bosse als Steve.
Eine neue Einstellung wird probiert.
Auf dem Parkplatz steht der Namensgeber des Films, ein alter Opel Ascona.
Gespenstisch wirkt das schon, als Schauspieler Oktay Önder als Gangster Dave mit Maschinenpistole, Gasmaske und Giraffenkostüm auf der Straße auftaucht.

Acht Stunden hat die Crew am ersten Drehtag auf dem ehemaligen Zechengelände an der Kokerei Hansa in Dortmund malocht. Immer wieder musste das Räuber-Trio Piet (gespielt von Florian Buchholz), Steve (Kai Bosse) und Anführer Dave (Oktay Önder) mit vorgehaltenen Waffen in das Bankgebäude stürmen. Aufgrund der albern wirkenden Maskerade quittierte der Empfangschef (Anthony Arndt) ihre Einschüchterungsversuche zunächst mit Gelächter; er sollte es bereuen.

Nichts dem Zufall überlassen

Der dynamische Schnitt des fertigen Films komprimiert die kompletten Aufnahmen des achtstündigen Drehtages auf rund 30 Sekunden. Vom zweiten Drehtag im Erinpark blieben 60 Sekunden übrig. Für Dreharbeiten in Dortmund schlossen sich noch mal vier Arbeitstage vor Ort an. „Ich wollte nicht einfach irgendwas drehen und dann hinterher sagen ,Hey, das sieht ja ganz gut aus‘“, erklärte Kowalski jetzt bei einer exklusiven Film-Vorschau in der Redaktion. „Ich wollte zeigen, dass ich und das Team fähig sind, Ideen konkret umzusetzen.“

Daher überließ der Nachwuchsregisseur nichts dem Zufall. So verbrachte Kowalski die meiste Zeit nach den Dreharbeiten am Laptop – mit Schnitt und Nachbearbeitung. Allein 200 Stunden stecken in den Spezial-Effekten. Beispielsweise das Mündungsfeuer der Waffe, das im Film gerade mal für ein Einzelbild – also eine 25stel-Sekunde – zu sehen ist. Den Knall der Pistole nahm er eigens mit Toningenieur David Droysen von Hamilton, der zudem die Filmmusik komponierte und umsetzte, auf einem Schießstand auf. „Wir hätten auch einfach eine Tonspur aus einer entsprechenden Filmgeräusche-Bibliothek nehmen können“, so Kowalski, „aber das wollten wir nicht.“

Noch nicht zufrieden

Für alle Rollen im Film gab es eine Zweitbesetzung. „Andere Studenten sind daran gescheitert, dass plötzlich jemand krank geworden ist und ausfiel“, sagt Kowalski. Florian Bucholz (Piet) hatte vor einem seiner Drehtage eine Gehirnerschütterung erlitten. „Doch er hatte so viel Bock auf das Projekt, dass er trotzdem gespielt hat“, erzählt er. Obwohl der Frohlinder Student mittlerweile seine Prüfung mit Bestnote bestanden hat - er erhielt für seinen Prüfungsfilm „Ascona“ 99 von 100 Prozent, was einer Schulnote von 1,1 entspricht -, ist er mit seinem Film „Ascona“ aber noch lange nicht fertig. „Seit ich den Film für die Prüfung eingereicht habe“, so Philipp Kowalski, „habe ich weiter am Schnitt gearbeitet.“

Kino-Premiere in Bochum


CASTROP-RAUXEL „Runter auf den Boden, auf den Boden“, schreit der Anführer der drei Bankräuber. Dann zerrt er einen Kunden an den Haaren in einen Nebenraum, schlägt ihn bewusstlos. Diese Szenen spielten sich am Samstag im Erin-Park ab – und stammen allesamt aus dem Drehbuch des Filmstudenten und Regisseurs Philipp Kowalski.mehr...

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Regisseur Philipp Kowalski (Mitte) im Kreis seiner Schauspieler (v.l.n.r.): Oktay Önder (als Bankräuber-Anführer Dave), Anthony Arndt (als Empfangschef der Bank), Florian Buchholz (Piet) und Kai Bosse (Steve) beim Filmdreh im Erinpark.

Bei den Drehtagen in der Kokerei Hansa arbeitete das Team um Regisseur Philipp Kowalski mit einem Stativwagen, rechts davon warten die Bankräuber Dave (gespielt von Oktay Önder) in Giraffen-Verkleidung und Steve (Kai Bosse) im Pinguin-Kostüm auf ihren Einsatz.

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