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Im Land der Zwerge

CASTROP-RAUXEL Zwerge sind von Natur aus klein und bleiben auch klein. Nicht so die Zwerge, die in den vergangenen fünf Jahren das Zwergenland des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Neptunstraße 10 besucht haben. Einige dieser Zwerge sind schon richtige Schulkinder geworden so wie Marie-Louise.

Im Land der Zwerge

<p>Martina Stephan inmitten ihrer Zwerge. Die 36jährige leitet die Spielgruppe im DRK-Haus an der Neptunstraße.

Die Siebenjährige kehrte kürzlich zurück ins Zwergenland zurück, besuchte ihre alte Spielstätte anlässlich des fünften Geburtstags der Einrichtung. "Es macht hier immer ganz viel Spaß", sagt die Zweitklässlerin. "Die Schule ist dagegen viel zu streng." Regeln sínd wichtig Nach Herzenslust toben, basteln und lärmen. Das geht nur im Zwergenland. Wenngleich Leiterin Martina Stephan betont, dass es auch Regeln geben muss und soll. "Wir wollen Kinder ab ein Jahr auf den Kindergarten vorbereiten", erklärt die 36-Jährige. "Deshalb ist die Spielgruppe auch an den Kindergarten-Alltag angelehnt. Wir begrüßen uns zusammen, frühstücken gemeinsam, halten auch Regeln ein."Vom Zwergenland in den Kindergarten

Katja Spiecker hat ihre Tochter Natalie (1) ganz frisch angemeldet. Der große Bruder Timon (3) ist dem Zwergenland bereits entwachsen. "Er geht jetzt in den Kindergarten und kam sofort prima mit den Kindern und Erzieherinnen zurecht", sagt die stolze Mama. "Das Zwergenland hat ihm geholfen. So wurde er nicht ins kalte Wasser geschmissen." Gute Erfahrungen, die sich herumsprechen. Einige Kinder kommen aus sogar aus Dortmund, Datteln oder Herne. Allerdings kann Martina Stephan, die über das DRK eine Zusatzausbildung zur Spielgruppenleiterin absolviert hat, maximal 30 Familien betreuen.Eltern fühlen sich stärker verbunden

Dabei sollen nicht nur die Kinder soziale Kontakte knüpfen, erste Freundschaften schließen. Auch unter den Eltern entwickelt sich ein Wir-Gefühl. "Das ist uns auch wichtig", hebt Martina Stephan hervor, deren Kinder Aleeza (6) und Alan (3) selbst Zwergenländer waren beziehungsweise sind. "Wir stecken alle in derselben Lebenssituation und tauschen gerne Erfahrungen aus." Auch Väter suchen Anschluss Anders als im Kindergarten muss nämlich ein Elternteil - oder Oma und Opa - immer während der Spielstunden dabei bleiben. Waren es anfangs nur Mütter, sind inzwischen auch zwei Väter ins Zwergenland vorgestoßen. "Viele Kontakte halten oft länger, als die Gruppen bestehen", sagt Katja Spiecker. "Das ist hier ein richtig klasse Zusammenhalt."Kurse dauern zehn Wochen

Das Zwergenland öffnet seine Pforten an der Neptunstraße 10 montags von 9.15 bis 10.45 Uhr sowie eine zweite Gruppe von 10.45 bis 12.15 Uhr. Bei Bedarf kann eine dritte Gruppe dienstags von 9.30 bis 11 Uhr eingerichtet werden. Ein Kurs geht über zehn Wochen und kostet 45 Euro. Die meisten Kinder bleiben aber gleich zwei Jahre. Man kann sich immer wieder neu für die Kurse anmelden.Lebenslanges Engagement möglich

Prinzipiell kann man sich also sein Leben lang im DRK engagieren. Säuglinge dürfen als Begleitkinder ins Zwergenland mitgebracht werden. Eine Wickelauflage steht auch zur Verfügung. Nur das Kindergartenalter muss überbrückt werden. Erst im Alter von acht Jahren können Kinder Mitglied im Jugendrotkreuz werden. Wer Interesse hat, sein Kind ab einem Jahr anzumelden, kann sich unter Tel. 3 56 20 21 in der Geschäftsstelle des DRK Castrop-Rauxel melden.

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