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Im Schlafwagen zum Erfolg

CASTROP-RAUXEL Derby ist! In der Sporthalle an der B 235, der sportlichen Heimat des TuS Ickern. Die Handball-Mädels aus der C-Jugend treten im Nachholspiel gegen den CTV an.

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Die „Dienstkleidung“ des Trainers.

Besonders die Mütter sind die treuesten Fans der TuS-Mädels, die in der Kreisliga Industrie antreten.

Jacky Wulke gehört zu den erfolgreichsten Werferinnen beim TuS. Beim Derby feuerte Trainer Helge Neumann die 13-Jährige kräftig an.

Und auf der Tribüne formieren sich die Mütter, unerschütterliche Schlachtenbummlerinnen bei jedem Punktspiel. Okay, auch ein Vater hat sich an diesem Mittwoch die Zeit nehmen können. „Ist wichtig, das Spiel“, zwinkert Betreuerin Iris, die gute Seele des Teams, das vor allem in der vergangenen Saison zu einer homogenen Mannschaft geworden ist. Mit Helge, dem jungen Trainer, selbst Handballer und nicht unbedingt ein Zicken-Flüsterer bei den pubertierenden Mädels. Klar, jedes Spiel ist wichtig. Das gegen den CTV, in dessen Team längst nicht so erfahrene Spielerinnen wie beim TuS sind, gilt als leichte Aufgabe. Da sind die Partien gegen Schalke oder Bochum von ganz anderem Kaliber.Nerven-Krimi 6:4 Punkte hat der TuS auf dem Konto, das Holzhacker-Spiel auswärts gegen Sprockhövel am Sonntag war ein Nerven-Krimi, den die Ickernerinnen gewannen. Mit tanzenden Müttern auf der Tribüne und dem Ehrgeiz, dass in dieser Saison mehr drin sein soll als ein zweiter Platz. „Einer für alle - alle für einen“: dem Schlachtruf der Ickerner Mädels setzt der CTV seinen „Ball ins Tor“ entgegen. Nach vier Minuten macht Kirsten das erste Tor, Sekunden später folgt ihr zweites. Auf der Tribüne wird‘s bisschen lauter. „Hast Du Deine Tochter heute gedopt“, will Monika wissen. „Ne, gab Erbsensuppe zum Mittagessen“, sagt Kirstens Mutter. Nach dem Anschlusstor zum 1:3 wird Helge zum Terminator. „Dran, ihr seid zu weit weg.“ Dran, dran, dran: die TuS-Mädels ziehen weg auf 7:1, 8: 1, 9:1. Aber Helge meckert: „Ihr spielt vorne zu langsam.“ Schlaf-Handball will er gesehen haben. Jacky und Jenny, sichere Chancenverwerterinnen beim TuS, heißen plöztlich „Jaqueline und Jennifer“. Und auf der Tribüne wird‘s heftig. „Ey, Trainer, kannst Du mal aufhören, zu meckern?“ Torhüterin Sabrina ist auch in dieser Partie eine sichere Bank. Und tötet einen Siebener, und ausnahmsweise verwandelt der TuS mal einen. Ist nämlich ein Manko, das mit dem Verwerten der Strafwürfe beim TuS. In der zweiten Halbzeit kriegt der CTV leichtes Oberwasser. Macht sage und schreibe neun Tore. Aber das Gefühl trügt. Der TuS zeigt schon, wo‘s langgeht.Botschaft Dran, dran, dran: Helges Botschaft ist angekommen, und die Partie, erfreulich fair ausgetragen, endet mit einem ungefährdeten Sieg des TuS. Die Mütter wissen nicht, mit welchem Torergebnis so genau. „Musst Du doch wissen, Du schreibst doch“, sagt Monika. Ich bin bei 26:8 angekommen. Falsch, der Schiri hat 28:10 festgehalten. Kann wohl doch kein reiner Schlafwagen-Handball gewesen sein.

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