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Nachdenkliche Comedy

In Castrop-Rauxel gab es Kabarett statt Kirche

CASTROP-RAUXEL Beim Gemeindefrühstück am Samstag im Castrop-Rauxeler Wichernhaus gab es für die Gäste viel zu lachen. Das Kirchen-Kabarett-Duo Petra und Arno Wittekind hatte sich angesagt. Es waren viele da. Auch, um die Kirche und sich selbst auf lustige Weise zu reflektieren. Hier gibt es Fotos von der Veranstaltung.

In Castrop-Rauxel gab es Kabarett statt Kirche

Handpuppe Mathilda: kindlich-ehrlich.

Kabarett statt Gottesdienst. „Wir lassen uns überraschen“, sagte Reinhild Rappenecker von der Paulusgemeinde. Petra und Arno Wittekind präsentieren drei launige Geschichten zum Nachdenken. Unterstützt wurden sie von Handpuppe Mathilda, der Petra Stach-Wittekind hinreißend kindlich-ehrliches Leben einhauchte.

Im ersten Sketch gesteht Mathilda ihrem Papa, dass sie ihr Handy geschrottet hat. Während Papa – ein Kapitän zur See – schimpft, ist im Hintergrund auf einer Leinwand ein Kreuzfahrtschiff zu sehen, das der Kapitän durch Unachtsamkeit auf Grund laufen ließ. 

Sich selbst und die Gesellschaft in Frage stellen 

Weiter ging es mit einem Hirten, der seine Arbeit mit stoischer Gelassenheit fast im Schlaf erledigt. Ihm, der wenig Verantwortungsbewusstsein zeigt, steht eine umsichtige und um das Wohl der Tiere besorgte Kollegin zur Seite. Erneute Denkpause für die Zuschauer: Wer von beiden bin ich selbst? 

So war das Gemeindefrühstück mit Kabarett in Castrop-Rauxel

Arno Wittekind und Petra Stach-Wittekind brachten die Gäste beim Gemeindefrühstück im Wichernhaus ins Grübeln.
Die Stimmung war gut beim Gemeindefrühstück: Die Gäste genossen die Kabarett-Darbietung und das Büfett.
Gemeindefrühstück mit Kirchenkabarett im Wichernhaus, Arno Wittekind und Petra Stach-Wittekind
Gute Stimmung beim Gemeindefrühstück mit Kirchenkabarett im Wichernhaus.
Eindrücke vom Gemeindefrühstück mit Kirchenkabarett im Castrop-Rauxeler Wichernhaus.
Das Kabarettduo um Arno Wittekind und Petra Stach-Wittekind regte die Gäste beim Gemeindefrühstück zum Nachdenken an. Bei Kaffee und belegten Brötchen bot sich reichlich Gelegenheit dazu.
Handpuppe Mathilda: kindlich-ehrlich.

Auch im dritten Abschnitt bleibt die Frage nach der eigenen Person offen. Bin ich ein guter Teil dieser Gesellschaft? Verdeutlicht wird die Botschaft durch die Darstellung von Mathilda, die den Kinderarzt aufsucht, weil ihre Kirche krank ist. „Keiner will da mehr hin“, beklagt sie sich. Der Kinderarzt schlägt moderne Musik, lustige Feste, Kinder-, Jugend- und Seniorenprojekte vor. „Ihr seid der Körper Christi und jeder Einzelne ist ein Körperteil von ihm“, zitiert der Kinderarzt den Spruch des allseits bekannten Ferneh-Arzt-Entertainers Eckart von Hirschhausen – wieder eine Denkpause.

Das Gemeindefrühstück im Wichernhaus endeet am Samstag mit einem gemeinsam gesungenen, etwas sarkastischen Lied: „Danke für die Kirchenaustrittswelle, danke für den Besucherschwund … danke für die tolle Trauerfeier und für den schönen Sarg.“

„Always look on the bright side of life“

Damit die Frühstücksgäste dennoch fröhlich nach Hause gehen konnten, begleitete Pfarrer Arno Wittekind die Gemeindemitglieder auf dem Konzertflügel und gab den Gästen den fröhlich klingenden Song aus Monty Pythons Klassiker "Das  Leben des Brian" mit auf den Weg: „Always look on the bright side of life“ – „schaue immer auf die Sonnenseite des Lebens“.

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