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Keine Chance für Kirschen

HENRICHENBURG Beim Spaziergang trauten Monika und Franz Dondrup ihren Augen nicht. Die Baumreihe mit den japanischen Kirschen am Kanal war ratzfatz niedergemacht worden.

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Ungefähr zehn japanische Kirschbäume säumten nicht weit von der Brücke in Henrichenburg entfernt den Kanal.

Jertzt sind die Bäume gefällt. Wegen angeblich mangelnder Verkehrssicherheit.

„Das verstehen wir überhaupt nicht“, sagt Franz Dondrup. Noch in diesem Frühjahr hat der Henrichenburger beim Spazierengehen mit Enkel Jakob ein Foto von den wunderschön blühenden Bäumen gemacht. „Sonst wird in Castrop-Rauxel so viel Aufhebens um jeden Baum gemacht“, betont Dondrup, „aber da am Kanal ging die Fällung offensichtlich völlig problemlos.“RVR zuständig Die Stadt, das ergab unsere Recherche gestern, ist über die Aktion zwar informiert worden, war aber nicht federführend. Sondern der Regionalverband Ruhr (RVR), wie Ingrid Voigt, Leiterin des Emscherlandschaftsparks Mitte, bestätigte. Der RVR allerdings habe auch nur als verlängerter Arm fungiert, so Voigt. Die Baumfällaktion sei auf eine entsprechende Eingabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes passiert. Nach einer vorhergegangenen Begutachtung durch Förster der zuständigen Bundesanstalt.Mangelnde Verkehrssicherheit

Dabei sei festgestellt worden, dass die Bäume der Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und die Schifffahrt nicht genügten. Voigt: „Stockfäule und zum Teil abgebrochene Kronen wurden angeführt“, erklärt die Parkleiterin. Ob dort an den Kanal ausgerechnet japanische Kirschbäume passten, sei eine andere Frage. Weil der RVR ohnehin die Radwege am Kanal mit einer neuen Decke und neuen Rändern versieht, seien die Bäume dann so zu sagen in einem Abwasch gefällt worden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit soll es laut Voigt dort auch zu keiner Ersatzbepflanzung kommen. Ingrid Voigt: „Für Vorschläge an einem anderen Standort sind wir offen.“ Kuriosum am Rande: Der vom RVR informierte Bereich Stadtgrün hat die Kirschen vor etwa 15 Jahren selbst gesetzt und auch den Weg gebaut, hat die Zuständigkeit aber an den RVR und unter das Dach des überregionalen Radwegekonzeptes gegeben.

 

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