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Korfball: Deutsches Debakel in Taiwan

KAOSHIUNG/CASTROP-RAUXEL Die deutschen Korfballer haben bei der U23-Weltmeisterschaft in Taiwan einen herben Rückschlag erlitten. Im womöglich entscheidenden Vorrundenspiel gegen Russland unterlag der Dritte der U23-WM 2004 in Duisburg mit 7:21 (3:6).

Korfball: Deutsches Debakel in Taiwan

Heike Büsing mit der Nummer 5 und Sven Müller ín der deutschen Abwehr.

Jochen Schittkowski, Pressewart der deutschen U23-Equipe griff jedem theoretischen Rechenspielchen vor und stellte klar: „Der Traum von Bronze ist ausgeträumt!“ Mit einer Niederlage hatten die wenigsten gerechnet. Mit dieser Deutlichkeit absolut niemand. Also: Was ist passiert an diesem Dienstag im taiwanesischen Kaohsiung?

Deutschland ging durch Lennart Schwirtz in Führung. Doch Russland zeigte von Beginn an seinen Siegeswillen – glich umgehend aus. Henning Schmidt brachte Deutschland wieder in Front. Doch erneut gelang es dem Konkurrenten, die Ausgangslage wiederherzustellen – 2:2. Ebenso wie nach Linda Schillers Korb zum 3:2. Noch glaubten die deutschen Verantwortlichen, ein interessanter Schlagabtausch stünde bevor. Eben der von Trainer Harold Kuklinski angekündigte „heiße Kampf.“

Die Trendwende erfolgte nach zwölf Spielminuten. Russland ging zum ersten Mal im Match in Führung. Deutschland verlor sofort den spielerischen Taktstock. Fehlwürfe häuften sich. Russland gelang es bis zur Pause die Führung auf 6:3 auszubauen. Ein unangenehmer Rückstand. Aber noch lange keine Entscheidung. Nach Wiederanpfiff verkürzte Heike Büsing nach einem weiteren russischen Treffer noch einmal auf 4:7. Dann gelang Team Deutschland nichts mehr. Die russiche Mannschaft bejubelte fünf Körbe hintereinander. Der neue bedrohliche Zwischenstand lautete 4:12 aus deutscher Sicht. Umso bedrohlicher: Nicht die heimischen Korfballer erhöhten jetzt den Druck. Nein, Russland wirkte immer stärker. Das Spiel „Mann-gegen-Mann“ riss der Gruppengegner an sich. Das Ziel „Bronze“ entfernte sich merklich. Was die Deutschen anscheinend zusätzlich lähmte.

Schon die Treffer zum 5:12 und 6:12 durch Schwirtz und Martin Schwarze sind nicht mehr als Ergebniskosmetik. Nur noch zwölf Minuten verbleiben auf der Uhr. Und Russland denkt nicht daran, das Punkten einzustellen. Jetzt schafft die in Blau aufspielende Equipe sogar eine Serie von acht Körben in Folge. Pressewart Schittkowski weiß: „Es naht ein Debakel“, und berichtet vom englischen Pressevertreter auf dem Platz neben ihm, der für die Geschehnisse auf dem Korfballfeld nur noch ein Kopfschütteln übrig hat. Beim Stande von 7:21 gegen Deutschland pfeifft der Referee die Begegnung ab. Die Chancen nun noch den ersehnten WM-Platz drei zu erreichen sind verschwindend gering: Deutschland müsste am Mittwoch, 5. November, in jedem Fall das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien gewinnen, was alles andere als sicher ist. Der Vorletzte Südafrika müsste außerdem die starken Russen schlagen. Was praktisch ausgeschlossen ist. Realistische neue deutsche Hoffnung: Platz fünf.

  Heike Büsing (TuS Schildgen), Karen Fuchs (Schweriner KC), Linda Schiller (KC Grün-Weiß), Katharina Holtkotte (KV Adler Rauxel), Kathrin Hermann (KV Adler Rauxel), Julia Müller (TuS Wesseling), Susanne Peuters (SG Pegasus), Carolin Rudolph (TuS Schildgen), Hendrik Menker (Selmer KV), Martin Schwarze (KV Adler Rauxel), Fabian Kloes (SG Pegasus), Sven Müller (SG Pegasus), Tim Langhorst (KC Grün-Weiß), Henning Schmidt (KV Adler Rauxel), Marc Tögemann (Selmer KV), Lennart Schwirtz (Schweriner KC).

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