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Krankenhaus und Korfball-Club kooperieren: Herzsport geht weiter

CASTROP-RAUXEL Schweriner Korfball Club und Evangelisches Krankenhaus sind mit im Boot und sichern den Fortbestand des Herzsports.

Krankenhaus und Korfball-Club kooperieren: Herzsport geht weiter

Ulrich Kenkmann (v.l.), Wilfried Diekmann, Christa Burmeister, Dr. Jürgen Jahn und Dieter Böhm stellten das neue Kooperationsmodell vor, das hinter der Herzsportgruppe steht.

Dass der Stadtsportverband der Herzsportgruppe zum 1. Juli die Zusammenarbeit gekündigt hat, ist für Gründer Ulrich Kenkmann zwar immer noch ein Ärgernis, aber er schaut zufrieden nach vorn: der Schweriner Korfball Club bietet ein Dach, das Evangelische Krankenhaus (EvK) sein Fachwissen. Problematisch war, dass ein Verein Träger der Gruppe sein muss und der Rehabilitationssport für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht ohne ärztliche Aufsicht erfolgen darf. So knüpfte Übungsleiterin Christa Burmeister Kontakt zum Schweriner Korfballverein und stieß beim Vorsitzenden Dieter Böhm auf offene Ohren: „Schließlich haben wir einige andere Gruppen bei uns, die auch von den Teilnehmern und ihren Angehörigen genutzt werden können.“

Das EvK kommt bei der ärztlichen Betreuung ins Spiel. Chefarzt und Kardiologe Dr. Jürgen Jahn stellt den zurzeit ca. 65 Sportlern während der Übungseinheiten Assistenzärzte zur Seite, die medizinisch betreuen und psychisch auffangen. „Das Herz ist schließlich nicht sichtbar. Probleme machen sich unterschwellig bemerkbar. Jeder muss seinen Körper kennen lernen“, sagt Dr. Jürgen Jahn. Über die medizinische Betreuung hinaus übernimmt das EvK administrative Aufgaben und bietet den Sportlern kostenlose Teilnahme an Patientenforen und Notfallschulungen im Haus an.

Damit die Herzsportgruppe überhaupt nahtlos weiter laufen konnte, verzichten alle Beteiligten zurzeit noch auf ihre Honorare. Denn die Krankenkassen, die 90 Einheiten über 30 Monate zahlen, rechnen nicht im Voraus ab. „Zum Glück konnten wir aber die Hallenzeiten behalten, die Übungsgeräte, den Notfallkoffer und den Defibrillator. Das hat problemlos geklappt“, erzählt Ulrich Kenkmann. Mit Christa Burmeister ist er überzeugt, dass der Herzsport wieder im Aufwind ist. Durch weitere Änderungen im Gesundheitssystem rechnen sie in 2009 erstmals seit dem Jahr 2003 wieder mit erhöhtem Zulauf: „Die Kassen werden wahrscheinlich wieder großzügiger.“

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