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Laub und noch mehr Laub

CASTROP-RAUXEL Rückwärts nähert sich der große weiße Wagen dem silbernen Container, der an der Victorstraße unter Bäumen in Mitten eines gelben Blättermeeres steht. Das Laub, das über die Container-Kante ragt, ist dagegen schon braun und welk.

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An der Victorstraße lässt Dieter Schötteldreier den vollen Laubcontainer anheben.

Landtag hat Gesetz nicht geändert.

Mit routinierten Handzeichen weist Dieter Schötteldreier Fahrer Klemens Elsner ein. "Er hat zwar eine Kamera, aber die Feinarbeit mache ich lieber selbst", sagt der 47-Jährige und dirigiert den Kollegen noch ein Stück nach rechts.

Die beiden Männer haben Glück. An der Victorstraße haben sie genug Platz, um direkt an den Container zu fahren. An Standorten wie dem Stadtgarten geht das oft nicht. Wenn dort viele Autos parken, müssen sie ihre Muskelkraft einsetzen und den vollen Container zum Wagen schieben. "Das ist echte Knochenarbeit", beschreibt Klemens Elsner (49), "voll wiegt das gute Stück 600 bis 700 Kilo."

Zusammengepresst

Per Knopfdruck lässt Dieter Schötteldreier das Ladewerk herunter fahren. Fünf Mal hebt und senkt sich der Container bis das Laub im großen Bauch des Fahrzeugs verschwunden ist. Dort wird alles zusammengepresst. "Als Faustregel gilt, dass immer das Fünffache von dem, was man sieht, hineinpasst", erklärt Klemens Elsner.

Ortswechsel. Auf der Henrichenburger Straße nähert sich ein orangefarbener Laubsauger zielstrebig einem großen Blätterhaufen. "Das ist ja gar nichts", lautet Rüdiger Nagorsens erster Kommentar. Kollege Olaf Gerzelak nickt, löst den Sauger aus der Vorrichtung, schaltet das Gerät an und hält den übergroßen Rüssel gen Laubhaufen. Die Männer kommen gerade von der Zentraldeponie Emscherbruch in Herten. Die erste Laubfuhre haben sie bereits abgeliefert. "2,3 Tonnen haben wir auf die Waage gebracht. Das Ergebnis von 13 Haufen wie diesem", sagt Rüdiger Nagorsen. Der 49-Jährige hat sich einen Rechen geschnappt und arbeitet Olaf Gerzelak zu. Nach knapp sieben Minuten ist der Einsatz vorbei. "Oft braucht man aber doppelt so lang. Schließlich muss Gehölz aussortiert werden", so Olaf Gerzelak.

Am Rand entlang

Keinen Kilometer entfernt arbeitet sich Georg Siwocha durch die Lange Straße. Immer am Rand entlang. Wie gut die beiden rotierenden Besen und der Sauger unter ihm auf der Straße arbeiten, verfolgt der 52-Jährige im Führerhaus am Monitor. Die Kehrmaschine ist voll. "Wenn es nass ist, gehen drei Tonnen herein. Wenn es trocken ist, eine", weiß Georg Siwocha. Er macht sich auf zum Betriebshof. Am Westring werden seine Ladungen gesammelt. Vom Hof geht es für den 52-Jährigen weiter nach Ickern. "Da liegt noch genug Arbeit auf der Straße", ist er sich sicher.

        

 

  

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