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Lauter Schlussakkord - VfB lässt Wengern alt aussehen

HABINGHORST Wer in der 70. Minute in irgendeiner Glücksbude (wenn es sie denn gäbe) auf dieses 7:3 des VfB Habinghorst gegen den TuS Wengern gesetzt hätte, der wäre mit einem „Batzen“ Gewinn nach Hause gegangen.

Lauter Schlussakkord - VfB lässt Wengern alt aussehen

Marc Olschewski war für Landesligist VfB Habinghorst Gold wert. Erst traf er zum 1:1-Ausgleich, dann zum 5:3 und am Ende zum 7:3-Schlusspunkt.

Bis zu diesem Zeitpunkt war es eine schwache Vorstellung. Es sah lange so aus, als würde es der Elf von VfB-Trainer Dieter Beleijew wieder nicht gelingen, ein ganz wichtiges Spiel zu entscheiden. Die Gäste, die mit zwei Punkten Vorsprung anreisten, gingen früh in Führung. Unnötig, da Gordon Schwarze kurz vorher alleine vor dem Torwart aufgetaucht war, den Ball am Keeper aber auch an dessen Gehäuse vorbei schob. Der Sekundenzeiger setzte zur dritten Minute an, als nach einem Eckball ein „Kopfnicker“ am verdutzten Andre Dante zum 0:1 über die Linie trudelte. Das sah schlafmützig aus. Auf der anderen Seite schienen die Heimischen auch nicht hellwach. Marc Olschewski schlenzte mit dem Außenrist das Leder am langen Pfosten vorbei (4.), Bahtiyar Ay versagten die Nerven am „kurzen Eck“ (14.). Die Stimmung hinter der Bande wurde nicht besser. „Das wird wieder nichts“, so ein häufig gehörter Kommentar unverständlich verstärkter Kritiker-Fraktionen. Und denen sträubten sich förmlich die Nackenhaare, als dem reaktivierten Jörg „Jogi“ Teichmann ein haarsträubender Fehler unterlief. Erst spielt Wengern wie in Zeitlupe... Zum Glück kein Gegentor und zum Glück wurde der Routinier immer sicherer. Die Uhr lief unerbittlich weiter, Wengern ließ sich Zeit. Jeder ruhende Ball wurde in Zeitlupe zelebriert. So dauerte es bis zur 42. Minute, ehe Marc Olschewski mit einem direkten Freistoß zum 1:1 Gästemauer inklusive Keeper und wohl auch die eigenen Fans überraschte. Nach der Pause ein anderes Bild. Beleijew feuerte seine Spieler unermüdlich an. Zuerst brannte es auf der anderen Seite beim 1:2 (49.) lichterloh. Der in der 46. Minute für Marvin Willenberg eingewechselte Patrick Podwysocki sorgte sechs Minuten später für das 2:2. Als Daniel Kristler nach dynamischer Vorarbeit von Schwarze zum 3:2 (65.) traf, kam das „Positive“ zurück. Der markige Gäste-Schuss zum 3:3 (70.) störte nur kurz.... dann dreht der VfB richtig auf Direkt danach (71.) setzte Kristler mit dem 4:3 zum Höhenflug an. Jetzt gab es kein Halten mehr. Nach einer „Doppelkopf-Aktion“ mit David Hüser erzielte Marc Olschewski (85.) das 5:3. Kurz vorher war Wittens Trainer vom Schiedsrichter „verbannt“ worden, einer seiner Akteure folgte nach einem rohen „Schlappen-Draufhalten“ an Andree Sabra mit der Roten Karte (84.). Das 6:3 durch Ay, der nach einem rasanten Spurt von Thorben Zöllner traf, und Olschewski, der beim 7:3 (89.) diesmal seinen Außenrist besser justierte, machten den „Oh wie ist das schön“-Reigen perfekt.  

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