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Vom Balkon Einbrecher beworfen

Mit Bierflaschen und Stühlen in die Flucht geschlagen

CASTROP-RAUXEL Der Einbrecher hätte nur noch über die Mauer des Wohnhauses in Castrop-Rauxel steigen müssen, dann wäre er vermutlich ungestört geblieben. Doch der Plan war mit dem 25-jährigen Nachbarn, der ihn beobachtete, nicht zu vereinbaren. Der eröffnete von seinem Balkon das Dauerfeuer - mit Bierflaschen, Stühlen und was er sonst finden konnte.

Mit Bierflaschen und Stühlen in die Flucht geschlagen

Wurfgeschoss gegen Einbrecher: Der 25-jährige Castrop-Rauxeler schmiss alles, was er finden konnte - Bierflaschen, Stühle und "sonstige Gegenstände", wie es die Polizei beschreibt.

Mittwochmorgen ganz früh, gegen 1.30 Uhr wollte der Einbrecher über eine Mauer auf die Dachterasse eines Wohnhauses an der Straße "Biesenkamp" klettern. Was er nicht ahnte: Dabei wurde er von einem Nachbarn beobachtet. Der 25-Jährige, der von seinem Balkon aus das Geschehen beobachtete, entschied zu handeln.

"Mit Bierflaschen, Stühlen und was er sonst auf dem Balkon finden konnte", beschreibt Polizeisprecherin Ramona Hörst das Arsenal, das der 25-Jährige auf den Einbrecher herabregnen ließ. "Ob er ihn auch getroffen hat, konnte er allerdings nicht sagen", so Hörst. Egal - der Eindringling wurde erfolgreich verscheucht. Weiterempfehlen möchte die Polizeisprecherin Hörst so ein wehrhaftes Verhalten allerdings nicht wirklich. "Das ist nicht ohne. Wir raten dazu, das Geschehen zu beobachten und die Polizei zu rufen." In diesem Fall sei der 25-Jährige im klaren Vorteil durch seine erhöhte Position auf dem Balkon, aber in jedem anderen Fall könne man nicht wissen, ob ein Einbrecher sich nicht möglicherweise sogar mit Waffen zur Wehr setze. Rechtlich könne man in einem solchen Fall auch vom Jedermanns-Festnahmerecht Gebrauch machen, das im §127 der Strafprozessordnung beschrieben ist. Danach darf jeder Jemanden festnehmen, wenn er ihn auf frischer Tat bei einer Straftat ertappt und ihn so lange festhalten, bis die Polizei eintrifft. Das Festnahmerecht dürfe man jedoch nicht überschreiten - etwa wenn dabei körperliche Gewalt zum Einsatz kommt.

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