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Mittelfeld ist nicht mein Ding

MERKLINDE Der Merklinder Billard-Spieler Christian Pöther hat zum dritten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in der Freien Partie am kleinen Tisch gewonnen. Mit RN-Mitarbeiter Jörg Laumann sprach er über diesen Erfolg und seine weiteren Ziele mit dem ABC Merklinde.

Mittelfeld ist nicht mein Ding

Der Merklinder Billard-Spieler Christian Pöther hat zum dritten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in der Freien Partie am kleinen Tisch gewonnen und steht im RN-Interview Rede und Antwort.

Wie sind die Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen aus Ihrer Sicht verlaufen? Pöther: In der ersten Partie habe ich schlecht gespielt. Der entscheidende Fehler war gleich, dass ich meinen Gegner Kai Siepmann habe beginnen lassen. Er hat dann 297 Bälle vorgelegt, die ich nicht mehr aufholen konnte. Ich musste mich über die "Lucky-Loser"-Runde für den weiteren Turnierverlauf qualifizieren. Ab da lief es dann.

Wie haben Sie diese Wende geschafft? Pöther: Es ist auf jeden Fall so, dass ich mit Drucksituationen gut umgehen kann. Ich wollte ja auch nicht als Titelverteidiger gleich in der ersten Runde ausscheiden. Bis zum Finale gegen Frank Hiltrup habe ich mich immer weiter gesteigert und dort mit 300 Points einen optimalen Einstieg gefunden. Er hat mit 227 Bällen zwar noch gut nachgelegt, konnte aber nicht mehr aufholen. Da haben ihm auch die Nerven gefehlt.

Ist Ihre Gelassenheit durch die zwei zuvor gewonnenen Meistertitel gestärkt worden? Pöther: Natürlich. Je mehr Erfahrung man sammelt, umso besser kann man mit diesen Wettbewerbssituationen umgehen. Ich profitiere dabei von meinen Erfahrungen bei den Deutschen Meisterschaften, aber natürlich auch von den regelmäßigen Einsätzen in der 2. Bundesliga für den ABC Merklinde.

Bleibt ein DM-Titel etwas Besonderes, auch wenn man ihn zum dritten Mal in Folge gewinnt? Pöther: Auf jeden Fall. Ein solcher Wettbewerb ist immer wieder eine neue Herausforderung. Die Deutschen Meisterschaften waren auch noch nie so stark besetzt wie in diesem Jahr.

Was wollen Sie in dieser Saison am großen Billard mit dem ABC Merklinde erreichen? Pöther: Wir haben bislang beide Partien gewonnen und stehen in der Tabelle der 2. Bundesliga ganz oben. Ich habe schon den Ehrgeiz, mit meinen Kollegen die Rückkehr in die 1. Liga zu schaffen. Das Mittelfeld der Tabelle ist nicht so mein Ding.

Könnten Sie sich vorstellen, zu einem anderen Erstligisten zu wechseln, falls der ABC das Ziel nicht erreicht? Pöther: Prinzipiell möchte ich das nicht ausschließen. Ich fühle mich dem ABC Merklinde aber in besonderer Weise verbunden. Ich hatte vorher für GT Buer gespielt und war dort überhaupt nicht zurecht gekommen. Die Verantwortlichen in Merklinde haben mir nach meinem Wechsel gleich einen Stammplatz in der damaligen Erstliga-Mannschaft garantiert. Für dieses Vertrauen bin ich ihnen auch hoch heute noch dankbar. Das Umfeld beim ABC stimmt in jeder Hinsicht. Ich fühle mich dort sehr wohl.

Wie und wann sind Sie überhaupt zum Billardsport gekommen? Pöther: Mein Vater hat für die BF Datteln gespielt und mich gelegentlich zu Training und Wettkämpfen mitgenommen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich als Elfjähriger selbst mit dem Spielen begonnen habe. Gemeinsam mit meinem Vater bin ich später zur SG Herne-Stamm gewechselt, für die ich sieben Jahre lang aktiv war.

Sie sind zur Zeit in der beruflichen Ausbildung. Wollen Sie sich danach intensiver mit dem Sport befassen? Pöther: Meine Ausbildung endet im Mai 2008. Momentan muss ich viel für die Prüfungen lernen, investiere aber auch jetzt schon viel Zeit in den Billardsport. Für Hobbys bleibt daneben praktisch keine Zeit mehr. Wenn aber die Erfolge da sind, wie es momentan der Fall ist, fällt einem dieser Verzicht auch leicht. Ein Deutscher Meistertitel ist die beste Belohnung für den Zeit- und Trainingsaufwand, die man sich vorstellen kann.

Wie wird Ihr Sport im Freundes- und Bekanntenkreis akzeptiert? Pöther: Es gibt mitunter durchaus die Tendenz, Billard als Kneipensport abzuqualifizieren. Alle Freunde, die mal ein Training miterlebt haben, mussten diese Meinung schnell ändern. Auf Bundesliga-Niveau ist Billard ein sehr zeitintensiver Sport mit drei bis vier Mal Training pro Woche. Ich selbst versuche mein Spiel ständig zu verbessern und absolviere zum Beispiel regelmäßige Einheiten mit dem internationalen Spitzenspieler Fabian Blondeel in Bochum.

 

Christian Pöther lebt in Datteln. Der 22-Jährige absolviert derzeit eine Ausbildung zum Sozialversicherungskaufmann bei der Bundesknappschaft in Bochum. Seit 2005 ist er als Billardspieler für den ABC Merklinde aktiv, vorher ging Pöther für GT Buer, die SG Herne-Stamm und die Billardfreunde Datteln an den Tisch.

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