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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Mutmaßlicher Lamborghini-Dieb sitzt in U-Haft

DORTMUND/CASTROP-RAUXEL Spektakuläre Entwicklung im Lamborghini-Fall: Der mutmaßliche Dieb, der den 250.000 Euro teuren Luxus-Sportwagen im Juni in Dortmund gestohlen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft und wird angeklagt. Hinweise führten auch nach Castrop-Rauxel. Wir erklären, warum sich die Ermittler lange in Schweigen gehüllt haben.

Mutmaßlicher Lamborghini-Dieb sitzt in U-Haft

Diesen Wagen soll der 50-Jährige gestohlen haben.

Wie die Staatsanwaltschaft Bochum auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, sitzt der mutmaßliche Lamborghini-Dieb in Untersuchungshaft und wird wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Der Mann ist 50 Jahre alt und hat keinen festen Wohnsitz. "Insgesamt werden dem Mann sechs Fälle zur Last gelegt", sagte Dr. Christian Kuhnert, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Masche sei dabei immer gleich gewesen: Der Mann habe sich ein Auto bei einem Händler geliehen. Offenbar nutzte der 50-Jährige dafür gefälschte Ausweisdokumente. Anschließend verschwand der Mann mit den teuren Autos vom Hof - und kam nie wieder. Folgende Wagen soll der 50-Jährige so gestohlen haben:

  • Lamborghini Huracan
  • Audi A4
  • Daimler Benz C200
  • Zwei VW Touran
  • Ford Galaxy

Die Autos wurden bei unterschiedlichen Händlern in NRW geliehen. Der mutmaßliche Dieb wurde bereits Mitte Juni festgenommen. "Allerdings wegen einer anderen Strafsache", sagte Dr. Christian Kuhnert. Bislang schweige der Mann, der in Castrop-Rauxel eine Scheinadresse hatte, zu den Vorwürfen. Die Autos konnten die Ermittler nicht sicherstellen, von ihnen fehlt jede Spur. 

Lange hatten sich die Ermittler in diesem spektakulären Fall zurückgehalten, die Polizei-Dienststellen Dortmund, Düsseldorf und Bochum waren involviert. Immer wieder hieß es: "Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir keine weiteren Angaben machen" (Hier finden Sie die Chronologie des Falls).

Auch dazu nahm Dr. Christian Kuhnert jetzt Stellung: "Wir wollten die laufenden Ermittlungen nicht gefährden. Am Donnerstag gab es Durchsuchungen bei zwei weiteren Tatverdächtigen." Einer sei von der Polizei nicht angetroffen worden, der andere Tatverdächtige wurde verhört, aber nicht festgenommen. "Unsere Ermittlungen laufen natürlich weiter."   Unabhängig davon, so Kuhnert, wird der 50-Jährige angeklagt werden. Das Strafmaß für gewerbs- und bandenmäßigen Betrug beträgt zwischen 6 Monate und 10 Jahre. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar.

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