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Marktplatz-Umgestaltung

Nach Arbeitskreis: Die Initiative im Interview

CASTROP-RAUXEL Aus dem Netzwerk in den Arbeitskreis: Am Mittwochabend saßen sie im städtischen Arbeitskreis "Marktplatz-Umgestaltung" - als Vertreter einer Initiative, die sich im Internet-Netzwerk Facebook zusammengefunden hatte: Jule Springwald und Guido Baumann. In der Mittagspause am Freitag interviewten wir die beiden auf eben jener Plattform, auf der sie sich so oft tummeln. Heraus kam ein halbstündiges, intensives "Gespräch" über Strategie und einen großen Schrecken.

Nach Arbeitskreis: Die Initiative im Interview

Trugen im Ratssaal ihre Argumente zur Marktplatz-Umgestaltung vor (v.l.): Jule Springwald, Guido Baumann und Rüdiger Landsiedel.

An erster Stelle möchte ich mich ausdrücklich noch einmal bedanken dafür, dass wir eingeladen wurden, unsere Position im Arbeitskreis noch einmal darzustellen, vermutlich hätte es diese Einladung ohne den Einsatz von Herrn Breilmann und Herrn Bettinger nicht gegeben. Wir wurden dort persönlich begrüßt; insgesamt herrschte eine freundliche Atmosphäre. 

Wir haben uns natürlich über die Einladung sehr gefreut. Wir konnten unsere Sicht der Dinge zum Ausdruck bringen, und ich hatte das Gefühl, dass bei den Teilnehmern das ein oder andere angekommen ist. Ich hatte das Gefühl, dass auch bei Herrn Beisenherz etwas von uns angekommen ist und wir nun für voll genommen werden, denn irgendwie hatten wir das Gefühl, dass wir eher als Facebook-Nerds angesehen wurden, die da rumkrakelen. 

Castrop-Rauxel In einer Facebook-Gruppe haben sie sich organisiert, nun wurden sie vom Arbeitskreis "Marktplatz-Umgestaltung" offiziell angehört. Engagiert haben die Sprecher der Initiative „Marktplatzerhalt statt Strukturasphalt“ ihre Forderungen klar gemacht. Der Bürgermeister zeigte dafür wenig Verständnis.mehr...

Wir hatten einer Art „Vortrag“ vorbereitet. Der war in zwei Abschnitte aufgeteilt, den "emotionalen" und den "technischen".

Der emotionale Teil war die Darstellung der Beweggründe, der technische stellte unsere Schlussfolgerungen daraus dar. 

Ich glaube, beides gehört eng zusammen. 

Wenn man uns lässt, warum nicht. Aber man muss dafür natürlich auch ein Forum geboten bekommen, in dem seine Meinungen vertreten kann.

Ich habe schon das Gefühl, für viele Bürger zu sprechen. Ich habe lange Zeit auf dem Markt verbracht, als die möglichen Steine bzw. der Asphalt präsentiert wurde. Das, was ich dort mitgenommen habe, war eine breite Ablehnung zum Strukturasphalt. Und auch die hellen Steine kamen nicht wirklich gut an. Viele zeigten auf das bestehende Pflaster und sagten, das ist doch okay: bitte reparieren! Selbst Rollator-Nutzer hatten da keine Probleme.

Wer nicht versucht, Dinge positiv zu verändern, hat schon verloren. Wenn man sagt: "Das betrifft mich ja nicht direkt", muss man sich nicht wundern, wenn alles über den Kopf der Bürger hinweg entschieden wird. Ich für meinen Teil werde schon das weiter tun, was möglich ist.

Natürlich wollen wir da weitermachen und das Beste aus unserer Sicht für den Markt und die Innenstadt rausholen. Auch wenn man sich bei dem Statement des Cityrings die Frage stellen könnte, warum eigentlich. 

Ich war sehr erschrocken von den Äußerungen des Vertreters des Cityrings, der eine Zerstrittenheit in dem Kreis offengelegt hat, dass einem angst und bange wurde. Denn seine Meinung hat etwas von "ist mir egal, die Stadt geht sowieso den Bach runter“. Da nütze dann auch keine noch so schöne Sanierung mehr. Ich denke, man muss wieder wie schon vor zehn Jahren versuchen, alle an einen Tisch zu bekommen und an einem Strang ziehen zu lassen. Denn es geht nur gemeinsam: Kaufmannschaft, Immobilienbesitzer und Verwaltung und nicht zuletzt die Bürger.

Bei den klammen Kassen muss man sehen, dass etwas geschaffen wird, was lange hält und nachhaltig ist. Man kann es mit dem Rostloch in der Tür eines Autos vergleichen: Entweder man flickt es mit etwas Klebeband. Oder man macht es vernünftig, schweißt es – dann hält es langfristig.  Ein Strukturasphalt wäre das Flicken für kurze Zeit. Auch ist es in unseren Augen vollkommen unnötig, Dinge abzureißen und aufzuhübschen, bei denen kaum Mängel zu erkennen sind - außer die Schönheit im Auge des Betrachters. Wir stehen jedenfalls auch weiter bereit, einen möglichen Bürgerentscheid herbeizuführen, sofern es notwendig wird.

Ich würde sagen, sowohl im Netz als auch auf der Straße. Viele gerade ältere Bürger, die uns aus den Zeitungsberichten kennen und sich nicht "im Netz" tummeln, möchten uns unterstützen.

Das wird eine Kombination werden. Der Rat hat sich mit der Mehrheit aus SPD und Grünen zu einem Arbeitskreis entschlossen und sich damit einem Bürgerentscheid zur Wahl verschlossen. Aber man muss ja etwas Konkretes haben, wo man aktiv werden kann. Ich hoffe, dass der Arbeitskreis dazu genutzt wird, Kompromisse zu finden. Auf dem Marktplatz haben wir mit einem Stand ja schon gestanden, und wir werden dann auch offen bei den Bürgern und Geschäftsleuten aktiv werden. Aber man muss erst einmal abwarten, ob es bei der Entscheidung bleibt, das Konzept umzusetzen. Denn die Planung ist, wie wir ausgeführt haben, nach dem Baukastenprinzip und nicht auf die Merkmale des Marktplatzes abgestimmt. Sonst hätte man nie den Reiterbrunnen als zentrales Element an den Rand gestellt. Der gehört einfach in die optische Mitte. Das ist eines der Alleinstellungsmerkmale, die wir in Castrop haben.

So ein Online-Interview hat schon was, hat mir bzw. ich denke auch Jule auch Spaß gemacht. 

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