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Fußballer Sebastian Janas

Nach dem bösem Foul folgte der Karriereknick

Castrop-Rauxel Mit 19 Jahren spielte Janas in der Kreisliga A bei der Spvg Schwerin. Am 9. März 2003 traten die Grafweg-Fußballer bei BW Börnig an. Im Hinspiel war Janas der herausragende Mann seines Teams – er erzielte fünf Tore. Doch im Rückspiel stellten sich die Herner anders auf den Angreifer ein – vor allem rücksichtsloser. „Die haben mich sehr oft gefoult, bis es irgendwann geknallt hat“, erinnert sich Sebastian Janas. Es wurde sein verhängnisvoller Tag.

Nach dem bösem Foul folgte der Karriereknick

Über ein Jahr lang konnte Sebastian Janas nach dem Foulspiel keinen Fußball spielen. Fünf Wochen lang lag er 2003 im Krankenhaus.

Ein Verteidiger brach ihm in der 33. Minute bei einem brutalen Foulspiel das Wadenbein. Die Partie wurde für 20 Minuten unterbrochen, Janas mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Börnigs Trainer Marek Avafarci sagte damals: „Das war das erste Foul.“

Der heute 34-jährige Janas wiederum weiß noch genau, wie es passierte. „So etwas vergisst man nicht.“ Schwerins damaliger Coach Torsten Sengteller erinnert sich nicht mehr richtig an diese Partie, die 0:0 endete, sagt heute aber dazu: „Sebastian war ein Heißsporn, das wussten natürlich auch die Gegner. Die wollten ihn mit solchen Fouls provozieren.“

Für Janas begann eine Leidenszeit von über einem Jahr. „Wadenbein und Sprunggelenk waren durch. Ich lag fünf Wochen im Krankenhaus“, so Janas. Aus sportlicher Sicht noch viel dramatischer: Sein geplanter Wechsel zum MSV Duisburg platzte. „Der stand eigentlich schon fest“, sagt Janas heute.

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So kam es erst 2005 zum Wechsel zu den Meiderichern, wo der Castrop-Rauxeler fortan in der Oberliga Nordrhein auflief. Später folgte der Wechsel zur Spvg Velbert, für die er 41 Mal in der Regionalliga West auflief.

Heute spielt Sebastian Janas beim A-Kreisligisten SC Arminia Ickern. Die vielen Fouls an ihm haben nicht nachgelassen. Doch so ein brutales Foulspiel wie vor 15 Jahren? „Sebastian ist ein impulsiver Typ, aber so ein Foul gab es zum Glück nicht mehr“, sagt sein Trainer Patrick Stich. „Es kommt immer mal wieder vor, dass sich die Gegner komplett auf ihn einstellen, aber das kommt uns auch zugute, denn so haben andere Spieler mehr Räume auf dem Platz.“

„Ruhig bleiben und einfach weiter spielen“

Mit den vielen Fouls muss er sich abfinden, doch heute geht Sebastian Janas damit anders um als früher. „Er sagt auch schon mal seine Meinung – es ist ja auch nicht mehr sein erstes Fußballjahr“, so Stich. Janas, der zudem die C-Junioren der Ickerner, trainiert, gibt seine Erfahrungen auch an die Nachwuchskicker weiter. „Ich sage den Jungs natürlich nicht, dass sie mit meiner Art Fußball zu spielen auftreten sollen“, so Janas, „sie sollen ruhig bleiben und einfach weiter spielen.“

Das sieht auch Torsten Sengteller, der heute als Leiter der BVB-Evonik-Fußballschule arbeitet, so. Sengteller: „In ihren jungen Jahren müssen die Spieler lernen, den Mund abzuwischen und vor allem darauf zu bauen, dass der Schiedsrichter diese Szenen abpfeift.“ So wie damals bei Janas: Der Gegner flog mit „Rot“ vom Platz.

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