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Premiere "Freundschaft ist..!"

Nachwuchs-Darsteller begeistern auf der WLT-Bühne

CASTROP-RAUXEL. Premiere für „Freundschaft ist...!“ des Teenage Club 2 vom Westfälischen Landestheater: Die Nachwuchs-Darsteller im Alter von zwölf bis 15 Jahren boten auf der Studiobühne eine spannende Darbietung. Deshalb soll es auch nicht bei einer Aufführung bleiben.

Nachwuchs-Darsteller begeistern auf der WLT-Bühne

Im WLT-Studio lief die Premniere der Produktion "Freundschaft ist...!" des Spielclubs Teenclub 2. Entwickelt wurde das Stück von den Jugendlichen Spielern.

Vier Jahre waren die acht Teenager befreundet, nun stehen sie sich als rivalisierende Gruppen gegenüber. Zunächst betreiben in Jonas (Joshua Cremer) und Angie (Janine Cremer) die Wortführer beider Gruppen bloß ver-bale Scharmützel. Doch schnell eskaliert der Streit, an dessen Ende Jonas verletzt zu Boden geht. Hauptfigur Pia (Clara Blumenroth) ruft ihm per Mobiltelefon einen Krankenwagen, bevor sie Angie und Amy (Yeza Hallermann) folgt - und abhaut.

 „Das kann doch nicht wahr sein. Was heute passiert ist, ging eindeutig zu weit“, sinniert Pia zu Hause auf ihrem Bett, als Jonas mit einem Strauß Rosen vor ihr steht, um sich zu bedanken. „Was ist, wenn Dich jemand gesehen hat“, fragt Pia und macht somit klar, wie verfeindet beide Jugend-Gruppen tatsächlich sind.Pia fällt in Schlaf. In der folgenden Traumsequenz sieht sie Gewaltausbrüche aktueller und ehemaliger Freunde. Alle Grenzen scheinen eingerissen: Amy erwürgt eine alte Dame; Jake (Max Middeke) bedroht einen Zuschauer mit einer Pistole; eine wilde Schlägerei ist im Gange.

 Nach diesem Alptraum möchte Pia den Streit schlichten. Erst versucht sie es mit einem Treffen in der Eisdiele. Dann lädt sie beide Gruppen anonym zu einer Party im Park ein. Dort begegnen sich beide Gruppen erneut mit Geringschätzung. Dann wird Pia von einem Räuber (Robin Lindner) überfallen - und plötzlich sind alle gemeinsam zur Stelle, um ihr zu helfen. Der Räuber wird in die Flucht geschlagen, Pia gerettet, die Freundschaft erneuert. Das Stück verstand es nicht nur inhaltlich zu überzeugen. Lichteffekte, Bühnenbild und die - angemessen sparsam eingesetzten - humoristischen Elemente sorgten für Atmosphäre. Hervorzuheben ist jedoch vor allem das Ensemble, das dem Thema zwar mit notwendigem Ernst begegnete, dabei jedoch niemals steif wirkte.

Eva Strauch, die ein Freiwilliges Soziales Jahr am WLT leistet, hat das Stück zusammen mit den Nachwuchs-Schauspielern geschrieben. Gerne würde sie das Stück nach der gelungenen Premiere nochmals aufführen: „Wir suchen derzeit nach einem weiteren Spielort.“ 

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