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Parkinsonkranke gemeinsam gegen Isolation

CASTROP-RAUXEL Mit zwölf Mitgliedern fing die Selbsthilfegruppe für Parkinsonkranke an, heute ist ihre Zahl auf 60 angewachsen. Die Erkrankten trauen sich oft nicht in die Öffentlichkeit. Hier können sie miteinander über ihre Ängste reden - seit mittlerweile zehn Jahren.

Unter dem Dach des Evangelischen Krankenhauses trifft man sich regelmäßig einmal im Monat, um Vorträge zu hören oder sich nur untereinander auszutauschen.

Initiatorin Karin Dieckmann hat sich ihr Leben lang mit Morbus Parkinson befasst. Ihre Mutter bekam die Krankheit bereits im Alter von 30 Jahren. Bis zu ihrem 85. Lebensjahr hat Karin Dieckmann sie begleitet und somit alle Facetten der Krankheit kennen gelernt.

Ihr Beruf als Krankenschwester und Altenpflegerin konfrontierte sie überdies auch noch auf professioneller Ebene damit. „Auf diese Weise habe ich in mehr als nur einer Hinsicht erfahren, wie viel auf medizinischer oder pflegerischer Ebene verkehrt gemacht werden kann und wie wichtig es ist, sich gut zu informieren“, berichtet sie.

Falsch verstandene Scham ist schlimm

„Viele Betroffene haben Angst, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Da ist es wichtig, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, um sich gegenseitig Mut zu machen“, berichtet Karin Dieckmann. Nichts sei schlimmer, als aus falsch verstandener Scham die Öffentlichkeit zu meiden und sich selbst damit in eine soziale Isolation zu drängen.

„Hinzu kommt, dass in solchen Fällen auch die Angehörigen mitbetroffen sind. Es darf nicht sein, dass eine ganze Familie nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, nur weil eines ihrer Mitglieder an Parkinson erkrankt ist“, warnt Karin Dieckmann. Vor diesem Hintergrund hat sich der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe zu einem wesentlichen Faktor für die Parkinsonkranken und ihre Angehörigen entwickelt.

Wichtigste Einrichtung: die Telefonkette

Über die Jahre sind Freundschaften entstanden, die über ein nettes Miteinander hinausgehen. Wichtigste Einrichtung in der Gruppe ist die Telefonkette, die eingerichtet wurde, damit jeder, der eine Information oder auch einfach nur Zuspruch braucht, immer einen Gesprächspartner findet. Karin Dieckmann: „Niemand soll sich allein gelassen fühlen.“  Kontakt: Karin Dieckmann (Terl. 0 23 67 / 16 40), Gabriele Stiller (Tel. 7 78 45) und Günther Elting (Tel. 7 94 75).

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