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Castrop-Rauxeler angeklagt

Prozessbeginn: Messer-Attacke nach Kneipentour

CASTROP-RAUXEL/DORTMUND Erst zogen sie gemeinsam durch die Kneipen, dann rammte einer dem anderen ein Messer in den Rücken: Nach einer dramatischen Bluttat auf Schwerin muss sich ein 22-jähriger Castrop-Rauxeler seit Mittwoch, 19. November, am Dortmunder Schwurgericht verantworten. Die Anklage: versuchter Mord.

Prozessbeginn: Messer-Attacke nach Kneipentour

Hinter einem Aktendeckel versteckte der 22-jährige Angeklagte aus Castrop-Rauxel sein Gesicht - er soll einen Saufkumpanen im Streit mit einem Messer verletzt haben.

Blasses Gesicht, gesenkter Kopf, hängende Schultern: Es war 9.28 Uhr, als der Angeklagte von drei Wachtmeistern in den Gerichtssaal geführt wurde und an der Seite seines Verteidigers Jan-Henrik Heinz (Dortmund) Platz nahm. Lange versteckte der junge Castrop-Rauxeler danach sein Gesicht hinter einem Aktendeckel. Nach Verlesung der Anklageschrift stand der 22-Jährige auf und verlas eine handschriftlich formulierte Erklärung.

Dass er in der Nacht des 1. Juni auf der Bodelschwingher Straße seinen Freund nach einem Streit mit einem Messer attackiert und schwer verletzt hat, bezeichnete der 22-Jährige wörtlich als "größten Fehler meines Lebens". Gleichzeitig beteuerte er: "Aber ich wollte ihn niemals töten. Es tut mir leid, was ich gemacht habe." Die beiden Männer waren zuvor in der Tatnacht gemeinsam durch mehrere Castrop-Rauxeler Kneipen gezogen. Zu später Stunde waren sie schließlich in Schwerin gelandet. Nach einem verbalen Streit und anschließendem Männer-Gerangel in einer Privatwohnung an der Bodelschwingher Straße, kam es dann auf der Straße zu der blutigen Messerattacke. 

Der Angeklagte: "Er hatte mich durch ein Schimpfwort gegen meine Mutter sehr wütend gemacht. Ich wollte ihn mit dem Messer in den Hintern stechen, so dass er ein paar Tage nicht richtig sitzen kann." Fakt ist aber: Das Opfer wurde deutlich schwerer verletzt. Das Messer hatte sich mehrere Zentimeter tief in den Lendenwirbelbereich gebohrt. Bis heute leidet der 34-Jährige unter Taubheitsgefühlen in beiden Beinen. An den Moment der Attacke erinnerte sich das Opfer so: "Ich habe auf einmal im Vorbeigehen einen Stoß bemerkt, dann bin ich schon zusammengeklappt."

Im Prozess tritt der damals niedergestochene Mann an der Seite von Rechtsanwältin Jessica Grothe (Waltrop) als Nebenkläger auf. Neben einer Bestrafung des Angeklagten verlangt der 34-Jährige Schmerzensgeld und Schadenersatz.  Für den Prozess um die "Bluttat auf Schwerin" haben die Richter am Dortmunder Schwurgericht vorerst noch zwei weitere Verhandlungstage bis zum 11. Dezember vorgesehen. Die Anklage lautet neben Mordversuch auch auf gefährliche Körperverletzung.

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