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Schlange störte Gala-Glück

CASTROP-RAUXEL Lob und Kritik liegen auch bei der Aids-Gala nicht weit auseinander. Während über 1200 Party-Gäste in der Europahalle ausgiebig für den guten Zweck feierten, kommt von außen ein Misston.

Schlange störte Gala-Glück

Jugendliche bei der traditionellen Gala-Eröffnung mit dem großen roten Herzen.

Peter Lübbert, Pastor in Dortmund, spricht von einem „verhinderten Einlass“ beim Tanz unterm Regenbogen. Er sagt: „Der Ruf der tollen Veranstaltung war bis zu mir nach Bövinghausen gedrungen und wir wollten das erste Mal auch gern teilnehmen.“ Leider sei ihnen das nicht vergönnt gewesen.

Nur ein einziger Eingang unterhalb des Parkdecks vor der Halle sei geöffnet gewesen. Er habe sich am Ende der sich nur langsam bewegenden Schlange befunden und mit einer Wartezeit von einer Stunde kalkuliert. Angesichts der Dunkelheit, der Kälte und der unebenen Platten des Platzes sei er dazu nicht bereit gewesen.

  Jeder Besucher wurde gründlich durchsucht

Von einem Gast in der Europahalle habe er per Handy erfahren, dass beim Eingang jeder Besucher sich einer Leibesvisitation unterziehen musste und auch die Taschen kontrolliert wurden. Lübbert moniert u.a., dass die Veranstalter nicht mehrere Eingänge geöffnet hätten.   

Mitveranstalter Stefan Bärens erklärt, dass zunächst in der Tat nur der große Eingang geöffnet gewesen sei, später allerdings auch die oberen Eingänge. Und bittet um Verständnis für die vorgenommenen Kontrollen. Bärens: „Unsere Gala ist eine Groß-Veranstaltung und da geht es auch um die Sicherheit unserer Besucher.“ Die Security-Leute habe die Forum gestellt, natürlich müsse die Aktion Regenbogen dafür auch bezahlen.

Damit es im nächsten Jahr nicht zu einer solchen Schlange kommt, wird es erstmals Platzreservierungen geben. Bärens: „Mir taten die Leute auch leid, die zum Teil schon um 16.30 Uhr vor der Tür warteten.“ Der Karten-Vorverkauf solle als Konsequenz daraus komplett abgegeben werden.

Veranstalter mit Gala-Ergebnis trotzdem zufrieden

Trotz der Einzel-Kritik sind Bärens, Rita Obst und Liane Handschuh als Veranstalter der Gala hochzufrieden und stolz auf die Beifallsstürme. Das Publikum honorierte das vielseitige Programms mit Songs, Zauberei, Travestie, Musical-Szenen, Rap und Tanzakrobatik mit vielen Zugabe-Rufen.

Bei der Aktion Regenbogen wird jetzt kräftig gerechnet. Bis Freitag schon soll das Spenden-Ergebnis feststehen.

  

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