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Schuhe entschieden vor Gericht über Strafmaß mit

CASTROP-RAUXEL Der Tumult vor der Gaststätte Calypso ist schon über ein Jahr her. Grund dafür, warum Detailfragen am Freitag (22.8.) vor Gericht nicht mehr exakt beantwortet werden konnten. Zum Glück für einen der beiden Angeklagten.

Schuhe entschieden vor Gericht über Strafmaß mit

Die einschlägig vorbestraften Angeklagten legten Geständnisse ab.

Denn es konnte sich niemand mehr erinnern, welches Schuhwerk er in dieser Nacht trug. So wurde aus der zunächst angeklagten gefährlichen Körperverletzung eine einfache - was den Rahmen des Strafmaßes reduzierte. Und das war geschehen: Als eine junge Frau nach Mitternacht etwas abseits der Kneipe per Handy telefonierte, war der 40-jährige Angeklagte auf sie zugekommen. Er hat sie geschubst und beschimpft. Für sie - so sagte sie im Zeugenstand aus - aus heiterem Himmel - er gab an, verbal angegriffen worden zu sein. Auf die Hilferufe der 28-Jährigen kam eine Gruppe Gäste aus der Gaststätte, dabei ihr 21-jähriger Freund. Der warf sich sofort zwischen die beiden, um seine Freundin zu schützen, schlug sich mit dem 40-Jährigen. Ein Freund trennte die beiden und lotste den 21-Jährigen in die Kneipe zurück.

Draußen ging derweil die Schlägerei weiter. Allesamt waren vermutlich unter Alkoholeinfluss. Nur einen Moment später griff der ältere der beiden Angeklagten dann eine zweite junge Frau an, trat sie und stieß sie zu Boden. Bei der ersten Verhandlung im April fehlte diese Zeugin. Ebenso einer der beiden Passanten, die das Geschehen verfolgt haben. Gestern konnten sie im Zeugenstand gehört werden, bestätigten die bereits genannten Umstände, konnten sich aber nicht an die Schuhe des Angeklagten erinnern. Trotzdem verhängte der Richter eine achtmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Weil der Mann einschlägig vorbestraft ist. Außerdem wurde er verpflichtet, den beiden Frauen ein Schmerzensgeld zu zahlen.

Ob er Einspruch einlegt oder das Urteil annimmt will er innerhalb der gesetzlichen Frist von einer Woche entscheiden. Das Verfahren gegen den zweiten Angeklagten wurde noch einmal vertagt, weil zuvor der Wirt des Lokals gehört werden soll, der seiner Ladung gestern nicht gefolgt war.

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