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Sieberg sauer - Krämpfe verhindern möglichen Sieg in Bochum

BOCHUM Es bleibt dabei: Der Sparkassen-Giro in Bochum ist das Heimrennen des Profis Marcel Sieberg vom Team Columbia, auch wenn der seit Jahresbeginn in Hürth wohnt. Und die Nachbarstadt ist nach wie vor ein gutes Pflaster für den Castrop-Rauxeler. Bei der 11. Auflage kam der 26-jährige Europastädter diesmal auf den dritten Platz.

Sieberg sauer - Krämpfe verhindern möglichen Sieg in Bochum

<p>Plausch vor dem Start: Marcel Sieberg mit seinem letztjährigen Kapitän Eric Zabel vom Team Milram. RN-Foto Sure</p>

Krämpfe in den Beinen etwa 200 Meter vor dem Ziel verhinderten eine bessere Platzierung von Sieberg. 2005 Zweiter und 2006 Siebter, ärgerte er sich diesmal: "Bis dahin lief es gut. Eigentlich hätte ich gewinnen müssen." So aber verlor Sieberg den Zielsprint am Ende des 175 Kilometer langen Rennens nach 4:01:46 Stunden gegen den Lokalmatador Eric Baumann (Team Sparkasse) und seinen letztjährigen Mannschaftskameraden Christian Knees vom Team Milram. "Ich ärgere mich voll", sagte Sieberg und grübelte über seine Taktik: "Vielleicht hätte ich früher angreifen sollen."

Angst nach Sturz von Knaven Das Trio um Sieberg kam mit einem Vorsprung von etwa 50 Metern auf die Verfolger an. Sieberg selbst hatte zuvor gesehen, wie der bis dahin alleinige Spitzenreiter Servais Knaven (ebenfalls Team Columbia) in der letzten Kurve auf der regennassen Strecke stürzte und den Weg zwangsläufig frei machen musste. "Ich bin dann etwas zu vorsichtig gefahren", räumte der Europastädter hernach ein, "da habe ich wohl die entscheidenden Meter verloren."

Sieberg leistete zuvor, wie schon in der Vorwoche bei der Sachsen Tour International, ein großes Pensum - und kontrollierte lange Zeit das Feld. Nachdem schon kurz nach dem Start eine zwölfköpfige Ausreißergruppe flüchtete, führte der Europastädter die Verfolger am Ende der ersten 15-km-Schleife von der Innenstadt bis zum Kemnader See und zurück, über die Ziellinie. Vorne waren unter anderem die Columbia-Fahrer Linus Gerdemann und Tony Martin mit von der Partie.

Mit 100 Metern Rückstand auf den letztlich an der Spitze verbliebenen Karven jagte das Feld um Sieberg auf die letzten 1000 Meter. Mit Erfolg, wenn der aber auch erst durch den Sturz Karvens ermöglicht wurde.

Vierter im Derny

Im Rahmenprogramm des Hauptrennens hatte Sieberg tags zuvor beim abendlichen Derny-Rennen, also im Windschatten eines kleinen Motorrades, über gut 53 Kilometer den vierten Platz belegt. Im Ziel lag er gleichauf mit seinem Columbia-Kollegen Andre Greipel in 1:08:48 Stunden zehn Sekunden hinter Sieger Erik Zabel (Team Milram) und Sebastian Frey vom Bochumer Team Sparkasse.

Mitte August tritt Sieberg bei zwei Rennen in Italien und einem in Frankreich an, bevor dann am Freitag, 29. August, die Deutschland-Tour in Kitzbühel (Österreich) beginnt.

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