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Mit Infografiken

So entwickelt sich der Tourismus in Castrop-Rauxel

CASTROP-RAUXEL Die Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen erlebte 2016 ein deutliches Hoch. Auch die Europastadt profitiert vom Aufschwung, wie die Zahlen des Landesamtes für Statistik (IT.NRW) zeigen. Noch nie haben sich mehr Gäste für eine Übernachtung in Castrop-Rauxeler Betrieben entschieden - wie unsere Grafiken zeigen.

 

36.211 Ankünfte (oder auch Buchungen) verzeichneten die zehn Castrop-Rauxeler Übernachtungsbetriebe in 2016. Im Vergleich zum Vorjahr (32.260) ist das ein Plus von mehr als zwölf Prozent und der höchste Wert seit der statistischen Erfassung im Jahr 1985. Mehr Übernachtungen bedeutet das aber keineswegs, denn der Trend geht in Castrop-Rauxel immer mehr zu kurzen Aufenthalten. „Viele unserer Besucher sind beruflich unterwegs“, sagt Markus Selle, Geschäftsführer des Hotels Selle. „Weil auch die Firmen versuchen zu sparen, spüren auch wir, dass die Aufenthaltsdauer sinkt“, so Selle.

 

Aufenthalte im Schnitt 1,7 Tage lang

Unter der Woche hielten sich die Gäste für gewöhnlich zwischen zwei und vier Nächten in seinem Hotel auf. Dabei profitiere er insbesondere von wiederkehrenden Stammgästen. Damit liegt das Hotel Selle statistisch gesehen über dem Castrop-Rauxeler Durchschnitt: 1,7 Tage verbringen Gäste in einem Hotel in der Europastadt. Im Vorjahr waren es noch zwei volle Tage. Dadurch ist auch die Zahl der Übernachtungen um knapp 1400 gesunken, auf jetzt 62.108 Übernachtungen.

 

„Private Zimmervermietungen machen uns große Konkurrenz“, sagt Selle. Preislich könnten Hotels nicht mit Internetplattformen wie beispielsweise „Airbnb“ mithalten, bei der jeder Zimmer und Wohnungen zur Vermietung anbieten kann. Das, so Selle, spürten die Hoteliers besonders an Wochenenden. Trotz einer sinkenden Zahl der Übernachtungen ist allerdings die Auslastung in den Castrop-Rauxeler Betrieben 2016 im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 35,5 Prozent gestiegen.

 

Doch wie passen die auf den ersten Blick gegensätzlichen Entwicklungen zusammen? 2016 boten die Betriebe schlicht und einfach weniger Betten an. 501 Betten hatten alle Castrop-Rauxeler Betriebe zusammengezählt im Angebot – weniger waren es letztmals 2007 (378). Positiv entwickelten sich die Übernachtungszahlen bei Besuchern mit Wohnsitz im Ausland. Die Zahl der Ankünfte ist um 13 Prozent gestiegen, die Zahl der Übernachtungen sogar um 16 Prozent.

 

Erst einmal waren die Werte in beiden Kategorien höher, nämlich jeweils 2009. Unklar bleibt allerdings, ob auch Flüchtlinge in diese Statistik eingerechnet wurden, die beispielsweise im Haus Hoffmann untergebracht waren. „Der Industrietourismus zieht die Leute immer häufiger in die Stadt“, sagt Mareike Cremer vom Hotel Goldschmieding. Von Castrop-Rauxel aus könnten Besucher die kurzen Wege zu allen interessanten Orten des Ruhrgebiets nutzen. Auch das Internet erleichtere die Buchung für ausländische Besucher. Mit wenigen Klicks hätten Besucher alle wichtigen Informationen zur Stadt und zu den Hotels gefunden.

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