Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Intensivstationen voll wegen Grippewelle

So handeln unsere Kliniken, wenn die Betten belegt sind

Castrop-Rauxel Dass die Grippewelle an Castrop-Rauxel weitgehend vorbeigezogen sei, sagten uns mehrere Ärzte, Apotheker und Verantwortliche Ende Februar. Jetzt meldeten Kliniken zum Beispiel in Dortmund volle Intensivstationen. Ein Problem auch in Castrop-Rauxel diesen März? Wir fanden heraus: Vollbelegung gab es zeitweise auch hier. Es gibt aber Notpläne, wie damit umzugehen ist.

So handeln unsere Kliniken, wenn die Betten belegt sind

Dieses Archivbild zeigt die Intensivstation im EvK im Jahr 2006. Viele Patienten mit Grippe und grippalen Infekten sind in den vergangenen Wochen in Intensivbetten behandelt worden.

Über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen gab es zuletzt im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg das Problem, ein freies Bett in den Kliniken zu finden. Alle Intensivstationen meldeten vor allem zwischen Ende Februar und Mitte März, dass sie komplett „dicht“ seien. „Die Versorgung der Patienten war deutlich erschwert, weil die Rettungsdienste immer wieder Wartezeiten hatten, bis sie Patienten endlich in einer Klinik unterbringen konnten“, sagte der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes, Dr. Frank Renken, jetzt auf Anfrage unserer Dortmunder Redaktion.

Die Auswirkungen der Grippewelle in Dortmund

Intensivstationen meldeten: Nichts geht mehr!

Dortmund Selten schlug die Grippe höhere Wellen: Die Fallzahlen haben sich in diesem Winter laut Gesundheitsamt in Dortmund mehr als verfünffacht. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.mehr...

Und in den beiden Castrop-Rauxeler Kliniken? „Im Prinzip ist das für uns auch ein Problem“, sagt Dr. Jürgen Jahn, Chefarzt der Inneren Medizin 2 am Evangelischen Krankenhaus und damit medizinischer Leiter unter anderem der Intensivstation und der Notaufnahme. „Wir haben deutlich mehr Patienten mit Infektionen im oberen Rachenraum und der Lunge aufgenommen. Die waren zum Teil auch intensivpflichtig“, so Jahn. Das sei gerade bei Älteren so, die nicht mehr über ein so intaktes System von Abwehrkräften verfügten. Auf den Virusinfekt, den man als grippalen Infekt oder Erkältung bezeichnen kann, komme dann oft noch eine bakterielle Geschichte oben drauf. 

Wenn akute Lebensgefahr besteht

Die Folge: Es gibt Fälle, in denen akute Lebensgefahr bestehe. Die Menschen, so Jahn, kämen dann mit Atemnot in die Notaufnahme, würden dort untersucht und dann müsse der diensthabende Arzt entscheiden, ob der Patient auf die Intensivstation müsse. Es gibt acht Betten auf der EvK-Intensivstation und weitere sechs auf einer Überwachungsstation, die ebenfalls mit Herz-Kreislauf-Geräten ausgestattet ist (Fachbegriff: intermediate care) – eine Art Zwischen-Intensivstation. „Die Betten waren immer ruckzuck voll“, so Jahn. In allen Schichten habe man sich dann Mühe gegeben, wieder Platz zu schaffen.

WhatsApp-Nachrichten für Castrop-Rauxel

Kostenloser Service der Ruhr Nachrichten

Castrop-Rauxel Zehntausende Menschen in Castrop-Rauxel nutzen WhatsApp. In der beliebten App gibt es jetzt auch die Nachrichten der Ruhr Nachrichten: täglich das Wichtigste der Europastadt. Hier können Sie sich für den kostenlosen Service anmelden.mehr...

Im St.-Rochus-Hospital gibt es zehn Intensivbetten. Chefarzt Dr. Christian Szymanski kann auch über weitere Betten „Intermediate Care“ verfügen. Er meldet ebenfalls, dass es eine Häufung von schweren und verzögerten Lungenentzündungen aufgrund von viralen und bakteriellen Infekten gebe. Positiv auf die echte Grippe Influenza B getestet worden sei in den vergangenen Wochen aber nur eine einzige Patientin. Man teste stets auf Influenza A und B.

Auch die anderen Patienten können aber zu Beatmungsfällen werden. Fünf solcher an schwerer Lungenentzündung erkrankten Patienten, die Beatmungsgeräte brauchen, habe man aktuell, sagte Szymanski am Donnerstag. Und am Tag vorher sei man auf den Betten mit Beatmungsgeräten voll belegt gewesen.

Meldung an die Leitstelle des Rettungsdienstes

Und dann? Beide Krankenhäuser sind in der Pflicht, das an die Leitstelle des Rettungsdienstes zu melden. Der ist dann angehalten, neue Patienten möglichst in ein anderes Krankenhaus zu bringen. Kliniken in Dortmund, in Herne oder Bochum kommen in erster Linie dafür in Frage. „Und wenn alles nicht mehr geht“, so EvK-Chefarzt Jürgen Jahn, „holen wir ein Beatmungsgerät aus dem Operationstrakt.“ Das sei ein Extremszenario und noch nicht vorgekommen – aber möglich. Und wenn dann ein anderer Notfall kommt? Jahn sagt: „Wenn ein Kränkerer kommt, muss ich schauen, ob ich einen Gesünderen verlegen kann. Ansonsten nehmen wir Kontakt zu anderen Intensivstationen in der Nähe auf und verlegen den stärksten Patienten.“ Aber oberstes Gebot sei: Es werden alle versorgt.

Castrop-Rauxel Deutschland kämpft mit dem bisherigen Höhepunkt der Grippewelle. In Castrop-Rauxel traten bisher nur vereinzelt schwere Fälle auf. Anders ist das bei Erkältungen und Schnupfen. Kein Grund in Panik zu verfallen, wenn man sich an ein paar grundlegende Tipps hält.mehr...

Egal ob echte Grippe, grippaler Infekt oder eine richtige Lungenentzündung: Die Notwendigkeit der Beatmung kann immer bestehen. Bis zu anderthalb Wochen, so Jahn, könnten Patienten brauchen, bis sie wieder ohne die Maschine auskommen könnten. Es gibt aber auch Menschen, die trotz hohen Fiebers und sehr festen Schleims nach zwei Tagen in die Abteilung für Innere Medizin verlegt werden können.

80 Prozent der Infektionen der Atemwege „problemlos“

EvK-Chefarzt Jürgen Jahn sagt: „80 Prozent der Infektionen der Atemwege, die wir im Winter bekommen, sind problemlos und symptomarm.“ Halsschmerzen, Husten, Schnupfen - und nach ein paar Tagen ist alles wieder gut. 20 Prozent seien die harten Fälle mit hohem Fieber, aus denen sich auch Lungenentzündungen entwickelten. Die behandele man dann mit Antibiotika. 

Eine Grippe-Impfung ergebe für die Menschen Sinn, die über 60 Jahre alt sind und / oder über ein schwaches Immunsystem verfügen. Das geschieht allerdings in Absprache mit dem Hausarzt. 

Berlin. In diesem Jahr hat die Grippewelle viele Menschen ausgeknockt, doch langsam gehen die Fallzahlen in ganz Deutschland zurück. Am meisten gehustet und geschnieft wird noch im Osten.mehr...

Grippewelle in Schwerte erreicht Höhepunkt

Was tun gegen die Influenza-Viren?

Schwerte Fieber, Husten, Abgeschlagenheit – immer mehr Schwerter fangen sich eine echte Grippe ein. Wie kann man sich vor Ansteckung schützen? Was hilft? Wie unterscheidet man die Grippe von der Erkältung?mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ebereschen auf Spielplatz in Castrop-Rauxel angesägt

Unbekannte zerstören Bäume

Auf dem städtischen Spielplatz „Im Wiesengrund“ in Becklem wurden zwei Bäume – Ebereschen – mutwillig mit Säge, Messer oder ähnlichen Werkzeugen zerstört. Wie die Stadt mitteilt, ist eine der beiden Ebereschen zu 90 Prozent durchgesägt worden, bei der anderen wurde die Rinde stark beschädigt. Die Stadt braucht jetzt Hilfe.mehr...

rnImmer mehr Menschen lagern in NRW illegal Müll ab

Wilde Müllkippen sind in Castrop-Rauxel großes Ärgernis

CASTROP-RAUXEL Durch wilde Müllkippen entstehen in NRW Kosten in Millionenhöhe. Selbst Bußgelder schrecken die Nacht- und Nebelkipper nicht ab. Auch in Castrop-Rauxel hat die Stadt immer wieder mit dem Problem zu kämpfen. Wir zeigen, welche Strafen den Tätern blühen und warum jeder Einzelne von uns dafür zahlen muss.mehr...

Mehr öffentliche Grillplätze in Castrop-Rauxel?

FDP-Fraktion will die Wurst in den Park bringen

Castrop-Rauxel Mehr öffentliche Grillplätze in Castrop-Rauxel, fordert die FDP in einem Antrag an den Betriebsausschuss 1. Denn derzeit gibt es nur einen einzigen Grillplatz für jedermann an der Rennwiese auf Schwerin. Der wird von den Bürgern gerne genutzt, bringt aber auch einige Probleme mit sich. mehr...

Gerichtsprozess nach versuchtem Diebstahl auf Schwerin

Bohrmaschine und Akkuschrauber mitgenommen

CASTROP-RAUXEL Es war eine Verfolgungsjagd wie im Film. Zwei Passanten mit Hund und ein älterer Herr auf einem Roller jagten im Februar auf Schwerin einen Flüchtigen. Aufmerksam geworden durch einen 57-jährigen Mann, der „Du Dieb, du Dieb“ schreiend hinter einem jungen Mann herlief.Was zuvor geschehen war, wurde am Freitag im Amtsgericht rekonstruiert.mehr...

rnDFB-Team zu Gast im Hotel Goldschmieding

Als Castrop-Rauxel die Nationalelf bejubelte - Erinnerungen an 2006

Castrop-Rauxel Bei der Fußball-WM in Russland will der amtierende Weltmeister wieder Großes erreichen. Die deutsche Nationalmannschaft hat das Ziel Titelverteidigung. Der Titel war auch 2006 das Ziel. Wir erinnern an magische Momente mit dem DFB-Team am und im Hotel Goldschmieding.mehr...

Neue Knöllchen in Castrop-Rauxel

Knöllchen sind jetzt orangefarben

Castrop-Rauxel Viele Jahre haben kleine weiße Zettelchen unterm Scheibenwischer dem erwischten Autofahrer kundgetan, dass er sein Gefährt falsch geparkt hatte. Seit Jahresbeginn prangt jetzt eine andere, eine leuchtend orangefarbene Karte dem Falschparker schon von Weitem entgegen. Die weißen Kassenzettel sorgten für Komplikationen, sagt die Stadt. Ist denn jetzt alles besser?mehr...