Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Hubschrauber über Pöppinghausen

So werden Stromleitungen aus der Luft kontrolliert

PÖPPINGHAUSEN Einen dicht über den Stromleitungen fliegender Hubschrauber dürften Ende Juli und Anfang August viele Bewohner des Castrop-Rauxeler Ortsteils Pöppinghausen zu Gesicht bekommen. Sorgen müssen sie sich deshalb nicht machen. Was es mit dem Schauspiel der Amprion GmbH auf sich hat, erklären wir in einem Fragen und Antworten.

So werden Stromleitungen aus der Luft kontrolliert

Der Netzbetreiber Amprion überprüft 1250 Kilometer Stromleitungen – auch in Pöppinghausen.

Warum schickt die Firma Hubschrauber in die Luft? Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion überprüft seine Hochspannungsleitungen. Das sind insgesamt 4500 Freileitungsmasten auf etwa 1250 Kilometern Strecke in Nordrhein-Westfalen – zum Beispiel im Ruhrgebiet, aber auch im Raum Münster und Ostwestfalen. Wie viele Kilometer davon auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet liegen, konnte Amprion auf Anfrage nicht sagen.

Wann finden die Flüge statt? In Ostwestfalen und dem Sauerland sind die Hubschrauber bereits gestern gestartet. Der Castrop-Rauxeler Ortsteil Pöppinghausen sowie Dortmund und Recklinghausen sind im Zeitplan für Ende Juli und Anfang August vorgesehen – genauer gesagt, im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und dem 4. August. Da die Kontrollflüge sehr abhängig vom Wetter sind, kann es laut Amprion allerdings zu Verschiebungen kommen. Genaue Zeitangaben für die einzelnen Regionen seien nicht möglich.

Wo genau führen die Leitungen entlang? An der Schaltanlage am Ringelrodtweg laufen fünf Leitungen zusammen – zwei davon aus dem Norden und jeweils eine aus dem Süden, Osten und Westen. Die Ost-West-Leitungen verlaufen im Westen nördlich des Ringelrodtwegs und im Nordosten entlang der Emscher. Im Süden führt die Leitung über den Rhein-Herne-Kanal nach Bladenhorst.

Was genau machen die Arbeiter dort oben überhaupt? Sie kontrollieren bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Stundenkilometer die Freileitungen. Der Grund: Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als bei den Kontrollen vom Boden aus. Die Mitarbeiter suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten zudem auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Was geschieht, wenn Schäden oder Gefahren festgestellt werden? Die Mängel werden von den Mitarbeitern zunächst erfasst, nach der Rückkehr ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert, so Amprion in der Pressemitteilung weiter.

Ist mit Einschränkungen zu rechnen? Nein. Und Sorgen machen müssen sich Anwohner auch nicht – weder aus Angst vor einem plötzlichen Stromausfall noch aufgrund von Lärmbelästigung durch den Hubschrauber zu später Stunde. „Unsere Mitarbeiter brauchen für die Kontrollen natürlich Tageslicht. Von daher werden die Flüge zwischen 8 und 18 stattfinden“, teilte Amprion-Pressesprecher Dr. Andreas Preuß auf Anfrage unserer Redaktion mit. Und selbst wenn Schäden zu einer Abschaltung der Leitungen führen sollten – was laut Preuß unwahrscheinlich ist –, bekämen die Kunden davon nichts mit, da die Stromversorgung in solchen Fällen über andere Netze sichergestellt sei.

 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ruhrpott statt Côte d’Azur

Ein Besuch im Yachthafen von Castrop-Rauxel

PÖPPINGHAUSEN Bei dem Wort „Yachthafen“ denken die meisten Menschen wohl zuerst an große Luxusschiffe, Champagner-Partys und Kaviar; oder an die Côte d’Azur, Stars und Sternchen – maritimes Flair im großen Stil eben. Im Castrop-Rauxeler Stadtteil Pöppinghausen gibt’s all das eine Nummer kleiner. Direkt am Rhein-Herne-Kanal.mehr...

Kein Einzelfall

Illegaler Müllberg im Pöppinghauser Wald entdeckt

PÖPPINGHAUSEN Mitten im Pöppinghauser Wald tut sich dieser Tage wieder ein riesiger Müllberg auf – illegal entsorgt, einfach abgekippt von einem bislang unbekannten Verursacher. Der Stadtbetrieb entsorgt zwar den Abfall, die Kosten fallen aber der Allgemeinheit zur Last. Und dieser Müllberg ist kein Einzelfall.mehr...

Blindgänger aus dem Weltkrieg

Bombe in Pöppinghausen ist erfolgreich entschärft

PÖPPINGHAUSEN Wegen der Entschärfung einer Weltkriegs-Bombe in Pöppinghausen waren am Dienstag ab 14 Uhr die Wewelingstraße und die Pöppinghauser Straße gesperrt. Bei Bauarbeiten fand man die Bombe am Dienstagvormittag. Mittlerweile ist der Blindgänger entschärft.mehr...

In Wagen eingeklemmt

Merklinder Straße: Zwei Schwerverletzte bei Unfall

FROHLINDE/MERKLINDE Am Sonntagabend ist ein PKW mit zwei Insassen auf der Merklinder Straße Richtung Merklinde gegen einen Laternenmast geprallt und am Straßenrand liegengeblieben. Die beiden Insassen waren in dem Wagen eingeklemmt und mussten herausgeschnitten werden.mehr...

Gasflasche flog in die Luft

Ursache der Explosion in Habinghorst ungeklärt

HABINGHORST Vergangenen Sonntag ist eine Gasflasche in einer Habinghorster Gartenlaube explodiert. Dabei wurde eine 42-Jährige schwer verletzt und musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ursache der Explosion ist noch unklar und laut Polizeisprecher Michael Franz gibt es noch weitere offene Fragen.mehr...

NRW

100 Haushalte in Münster- und Siegerland noch ohne Strom

Essen. Nach dem Orkan „Friederike“ waren am Freitagmittag im Versorgungsgebiet des Stromnetzbetreibers Westnetz weiterhin rund 100 Haushalte ohne Strom. Sie sollten bis spätestens Freitagabend wieder am Stromnetz sein, wie ein Unternehmenssprecher in Essen sagte. Die betroffenen Haushalte im Münsterland und im Siegerland lägen etwa in Waldgebieten und seien schwer zugänglich. „Ansonsten ist die flächendeckende Versorgung wieder hergestellt“, sagte der Sprecher.mehr...