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Sozialstunden in den Ferien: Acht Jugendliche räumen auf

CASTROP-RAUXEL In den Ferien arbeiten und noch nicht einmal Geld verdienen? Für acht Jungendliche aus Merklinde Programm. In einem Projekt der Jugendgerichtshilfe sind sie zu Sozialstunden verknackt worden. Unkraut jäten statt straffällig werden. Die Arbeit zeigt positive Wirkung.

Sozialstunden in den Ferien: Acht Jugendliche räumen auf

Gemeinnützige Stunden leistete diese Merklinder Clique gestern an der Schillerschule ab und brachte den Schulhof auf Vordermann. Mit dabei waren Jugendgerichtshelfer Werner Jäger-Kersting und Stephanie Dietsch, Erzieherin und Studentin.

Eine Merklinder Clique spielte Ende Februar rund um einen Papiercontainer bei Möbel Tegro mit dem Feuer und wahrscheinlich auch mit dem Leben. Heute leisten die Jungs gemeinnützige Stunden ab.

Jugendgerichtshelfer Werner Jäger-Kersting hat die letzten beiden Ferientage für ein zweitägiges Arbeitsprojekt reserviert, bei dem acht Jungen sozial aktiv werden. Gestern haben sie den Hof der Schillerschule auf Vordermann gebracht, Rasen gemäht, Unkraut gezogen und Müll gefegt.

Ersatz für den Hausmeister

„Der Hausmeister hier ist krank und da war das eine gute Gelegenheit, einzuspringen“, so Werner Jäger-Kersting.

Heute setzen die 14- bis 16-Jährigen ihre Arbeit in Merklinde in der Harkortschule fort. Diesen Einsatzort haben die Jugendlichen selbst vorgeschlagen, da sie aus dem Ortsteil stammen.

Sinnvolle Gespräche neben der Arbeit Die gemeinsame Zeit nutzen Werner Jäger-Kersting und Erzieherin Stephanie Dietsch für Gespräche über die Tat. Denn die Jungen hatten Glück. Fünf von ihnen waren damals in dem Papiercontainer eingesperrt. Durch Zündeleien vor und im Container fing das Papier Feuer. Passanten hörten die Hilfeschreie und reagierten promt. Mit Rauchgasvergiftungen wurden die Schüler ins Krankenhaus gebracht.

Abschluss der Strafe

Anzeige wurde nicht gestellt, die Clique einigte sich außergerichtlich mit Möbel Tegro. An drei Samstagen liefen umgehend Aufräumaktionen zur Wiedergutmachung. Das Projekt der Jugendgerichtshilfe bildet nun sozusagen den Abschluss der Strafe.

Der Arbeitseinsatz und vor allem das Erlebte zeigen Wirkung: „Ich will so etwas nie wieder durchmachen. Dabei hätten wir draufgehen können“, meint ein Junge.

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