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Castrop-Rauxeler Firma baut Kabine

Stählerne Gondel "Erika" hebt für Kunstprojekt ab

CASTROP-RAUXEL Noch ist "Erika" nur ein schnödes unscheinbares Stahlgerippe aus blaugrauem Baustahl in der großen Halle des Castrop-Rauxeler Stahlbau-Unternehmens Osterholt. Doch schon in wenigen Wochen wird die Schwebekabine Besucher des Dortmunder Hafens aus der Vogelperspektive auf das Gelände schauen lassen.

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Thomas Osterholt und die Kunstgondel Erika, die bisher noch ein einfaches Stahlgerippe ist.

Thomas Osterholt, Geschäftsführer der Firma Osterholt, mit den Bauplänen für Kunstgondel Erika

Kunstgondelbau bei der Firma Osterholt

Die Computeranimation zeigt die geplante begehbare Skulptur.

Diese Metamorphose vollzieht sich ab Samstag, wenn das am Donnerstag in Rohform fertiggestellte 17 Meter lange Kabinengerüst das Henrichenburger Firmengelände verlässt und in eine Großzinkerei nach Gelsenkirchen gefahren wird.

Die Verzinkung ist der materialtechnisch letzte Schliff, zum Schluss geht es nur noch um Optik. In Mülheim wird die Farbbeschichtung gemacht, bevor es wieder nach Henrichenburg zurück geht. Ab 1. August findet bei Osterholt die Endmontage der Konstruktion statt: Sie wird dann dort mit zwei Millimeter starken Streckmetallblechen verkleidet und erhält einen Boden aus Holz. Am 4. August geht es dann ab in den Dortmunder Hafen.

Erika tritt bei der Ruhrtriennale auf 

Zu diesem Zeitpunkt wird Erika, die momentan 3,2 Tonnen wiegt, auf 4,5 Tonnen zugelegt haben. Dort wird die Stahlkonstruktion vom 13. August bis zum 24. September Star des Projekts „well,come“, das die Urbanen Künste Ruhr zur diesjährigen Ruhrtriennale im Dortmunder Hafen installieren.

Das Kunstprojekt 'Wellcome' im Dortmunder Hafen

Unter diesem Hallendach wird das Projekt ab August zu erleben sein.
Die Computeranimation zeigt die geplante begehbare Skulptur.
Bernd Trümpler und Oliver Langbein nehmen Kuratorin Katja Aßmann in die Mitte. Aßmann ist auch Künstlerische Leiterin der Urbanen Künste Ruhr.
Oliver Langbein (l.) und Bernd Trümpler haben die außergewöhnlichen Kunstfahrten erdacht.
Das SAZ Stahlanarbeitungszentrum Dortmund ist eigentlich für die Weiterverarbeitung der imposanten Stahlcoils zuständig.
Aus einem solchen Stahlcoil werden viele unterschiedliche Produkte hergestellt.
Bei der Firma Stahlbau Osterholt in Castrop-Rauxel-Henrichenburg wird die begehbare Skulptur hergestellt.
Carola Kemme leitet das Projekt im Auftrag der Urbanen Künste Ruhr.
Der Blick in die Werkstatt zeigt, wie groß die Plattform wird.
Alles wird sehr stabil. Schließlich muss die Plattform 15 Personen sicher befördern.
Ohne Kran wäre die Anlage nicht zu bewegen. Zum Schluss wird die Plattform fünf Tonnen wiegen.
Von der Stange gibt es so eine Plattform nicht. Alles muss Stück für Stück zusammengeschweißt werden.
Die Osa-Architekten haben detaillierte Baupläne geliefert.
Und die werden sorgfältig durchgesprochen.
Zwei Beispiele für die Arbeit des Architekturbüros osa: 2010 versperrten die Architekten mit fünf zusätzlichen Säulen den Eingang zur Volksbühne Berlin. et, Täuschend echt wirkten die in den hauseigenen Werkstätten aus Sperrholz, Stahl und Nessel gefertigten Säulen. Die Arbeit hieß ironischerweise "Eintritt frei".
Schon 2006 sorgte osa bundesweit für Aufsehen mit dieser Arbeit zum 20. Geburtstag der Kunsthalle Schirn in Frankfurt. Sie setzten der vorhandenen Rotunde Kerzen auf, so dass sie aussah wie eine Geburtstagstorte.
Und so sieht die fertige Konstruktion aus. Ab Samstag (13.8.) können Besucher sie nutzen.
Und so sieht die fertige Konstruktion aus. Ab Samstag (13.8.) können Besucher sie nutzen.
Hier hängt das gute Stück bereits am Kran.
Die Konstruktion ist nun bereit für den Einsatz.

Bis zu 20 Personen können sich in der Schwebekabine auf einem Kran in die Lüfte heben lassen. Den handwerklichen Part hat das Henrichenburger Unternehmen auf Anfrage von Projektleiterin Carola Kemme gerne übernommen. „Wir sind ein Unternehmen für individuellen Stahlbau“, sagt der Kaufmännische Geschäftsführer Thomas Osterholt. „Und bauen deshalb Teile, die nicht jeder baut“, wie er präzisiert.

Kunstprojekt "well,come" kommt

Die Dortmunder Schwebebahn fährt ab August

DORTMUND. Die Architekten des Büros Osa sehen sympathisch aus, haben es aber faustdick hinter den Ohren. Den Eingang zur Volksbühne Berlin haben sie 2010 mit zusätzlichen Säulen verschlossen. Der Kunsthalle Schirn in Frankfurt setzten sie zum Geburtstag Kerzen aufs Dach. Und in Dortmund? Da bieten sie von Samstag, 13. August, bis zum 24. September Kunstfahrten in einer Art Schwebebahn an.mehr...

Deshalb heißt die Schwebekabine Erika 

Wie man nun genau die Konstruktion bezeichne, die heute die Firma verlässt, ob nun Kabine oder Gondel oder Schwebebahn, wisse er auch nicht. „Wir nennen sie einfach Erika“, sagt Osterholt. Und zwar nach der künftigen Farbe, die zwar sehr stark nach Telekom-magenta aussieht, aber in in Wirklichkeit nach RAL-Din-Definition erikaviolett heißt.

„Es sollte sich schon mit einem grellen Farbton aus den eher tristen Farben der industriellen Umgebung hervorheben“, so Osterholt. Die Entwurfsplanung stammt im Übrigen aus London, doch die Endstatik hat die Dortmunder Ingenieurgesellschaft W+G übernommen, die nach den Worten Osterholts auch ausreichend Sicherheitspolster für die Besucher auf der Wackelplattform eingeplant hat.

Ob es eine besondere Herausforderung für das Unternehmen war? Osterholt wiegelt ab: „Das Besondere ist eigentlich das Drumherum“, so der 32-Jährige. Es sei nun einmal nicht alltäglich für ein Unternehmen, das im Wesentlichen auf absolute Gebrauchsarchitektur fixiert sei, ein Kunstobjekt zu produzieren.  

So kann man mitfahren



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Thomas Osterholt und die Kunstgondel Erika, die bisher noch ein einfaches Stahlgerippe ist.

Thomas Osterholt, Geschäftsführer der Firma Osterholt, mit den Bauplänen für Kunstgondel Erika

Kunstgondelbau bei der Firma Osterholt

Die Computeranimation zeigt die geplante begehbare Skulptur.

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