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Starker Export und schwacher Arbeitsmarkt

CASTROP-RAUXEL Im unteren Drittel der Tabelle taucht Castrop-Rauxel auf. Nach einer Untersuchung der Standortqualitäten belegt die Europastadt in einem Ranking der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen Platz 66. Es wurden 78 Städte und Gemeinden des Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region untersucht.

Starker Export und schwacher Arbeitsmarkt

Negativ bewertet werden vor allem der schwache Arbeitsmarkt und die kommunalen Finanzen. Beim Vergleich der Arbeitslosenquoten des Jahres 2006 weisen nur zwei Städte ein noch schlechteres Ergebnis auf. Genauso verhält es sich auch bei der Steuereinnahmekraft. Hierfür wurde das Jahr 2005 zugrunde gelegt. Castrop-Rauxel bleibt da nur Platz 76. Gleichzeitig erhebt die Stadt aber nach wie vor einen der höchsten Gewerbesteuerhebesätze (Platz 74).  

  Die Stärken Castrop-Rauxels machen eine exportorientierte Wirtschaft (Platz 16 für die Exportquote 2006) und die Familienfreundlichkeit aus. 2005 bot die Stadt überdurchschnittlich viele Krippenplätze für Unter-3-Jährige an (Platz 20). Sehr gut schneidet die Stadt beim Vergleich der Infrastrukturen ab. Vor allem der Anschluss an das Autobahnnetz ist Extraklasse (Platz 2). Aber auch die Nähe zum Flughafen Dortmund ist günstig (Platz 11). Und im Gegensatz zu vielen anderen Städten gibt es viele verfügbare Gewerbeflächen (Platz 18).

Transparenz schaffen

Mit der Standortanalyse, will die Industrie- und Handelskammer vor allem "mehr Transparenz schaffen", betont IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. "Voneinander lernen" sei das Motto, unter dem die Studie erscheine, "damit Nord-Westfalen auch in Zukunft im Wettbewerb der Regionen mithalten kann." Eindeutige Sieger und Verlierer liefere die Standortanalyse nicht, auch wenn Everswinkel, Lotte und Saerbeck letztendlich in der unvermeidlichen Gesamtwertung ganz vorne stehen. "Keine Stadt oder Gemeinde hat bei allen Kriterien gut abgeschnitten, keine bei allen schlecht", unterstreicht Schulte-Uebbing. Wichtig ist ihm, dass die Untersuchung "starke Pluspunkte auch in der Emscher-Lippe-Region deutlich macht". Dazu zählten eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur, die Qualifikationsstruktur und eine bemerkenswert gute Altersstruktur der Bevölkerung.

  

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