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Erste Seniorenuni in Castrop-Rauxel

Tausche Käsekuchenrezept gegen Hilfe am Computer

Castrop-Rauxel Senioren und Uni, wie passt das zusammen? Bei der ersten Seniorenuni, die Volkshochschule (VHS), der städtische Bereich Soziales und weitere Kooperationspartner am Samstag im Bürgerhaus auf die Beine stellten, passte das hervorragend, wie maßgeschneidert sogar.

Tausche Käsekuchenrezept  gegen Hilfe am Computer

Nina Jordan und Andrea Collet zeigten beim Workshop Selbstverteidigung richtiges Abwehrverhalten. Foto: Volker Engel

An die 30 ältere Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung zur Premiere unter dem Motto „Selbstbestimmt alt werden in Castrop-Rauxel“ gefolgt. Ihre jährliche Veranstaltung Elternuni hat die VHS längst zu einer Marke entwickelt und mittlerweile das siebte Mal als wichtige Infobörse angeboten. Motivation für die VHS, so etwas auch für Senioren zu inszenieren. Denn auch bei uns gibt es immer mehr Menschen, die ein hohes Lebensalter erreichen. „Wir wissen darum und möchten Hilfe und Austauschmöglichkeiten anbieten“, sagte VHS-Chefin Melanie Heine. Dr. Holger Gespers, Chefarzt der Geriatrie am Evangelischen Krankenhaus (EvK), spannte in seinem Referat den Bogen von der individuellen Betroffenheit und Befindlichkeit älterer Menschen zu gesellschaftspolitischen Determinanten. Tatsache: Wer ärmer ist, der ist häufiger krank und stirbt auch eher.

Individuelles Altern kann verzögert werden

Anerkennung, Mobilität, Teilnahme am sozialen Miteinander sind Schlüsselwörter für aktives Altern, wie Gespers es nannte. „Das individuelle Altern kann nicht gestoppt werden, aber es kann sozial verzögert werden“, sagte der Arzt. Wenn Menschen raus gehen, sich frühzeitig Netzwerke suchen, in denen sie Gemeinschaft erleben können und Lebenszufriedenheit walten zu lassen. Selbstständigkeit zu fördern, das Selbstwertgefühl zu stabilisieren und sich nicht unterkriegen zu lassen in einer Welt der Digitalisierung lautet eine weitere Kernbotschaft. In den vergangenen 15 Jahren habe eine derartige Veränderung eingesetzt, der man sich nicht entziehen könne, sagte Gespers. Jammern nutze aber nichts, früher sei es nicht besser oder schlechter gewesen, sondern einfach anders. „Älter werden muss und darf auch Spaß machen“, betonte er.

Tausche Käsekuchenrezept  gegen Hilfe am Computer

Maybritt Lasser aus dem KiJuPa gehörte zu den Jugendlichen, die auf der Tauschbörse Hilfe für Senioren anboten. Foto: Volker Engel

Wie Spaß geht und wie die grauen Zellen am Besten aktiviert werden können, dafür gibt es eine Methode. Seniorentanz, seit vielen Jahren in unserer Stadt etabliert. Ums Tanzen ging es in einem von drei Workshops an diesem Samstag auch. Unter der Regie von Ingrid Brune. Die beiden anderen drehten sich um Selbstverteidigung und Hilfen zur Pflege. Brigitte Elling, früher Jahrzehnte lang beim städtischen Bereich Soziales engagiert, wünscht sich, dass die Selbstverteidigung von Senioren ins VHS-Programm Einzug findet.

Fortsetzung der Seniorenuni ist geplant

„Wir gucken, wie wir das hinkriegen“, sagt Melanie Heine, für die feststeht, dass es auch im nächsten Jahr eine Seniorenuni geben soll. Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) war Samstag ebenso vertreten wie der Seniorenbeirat, das Team Jugendarbeit der Stadt, die Caritas, das Pflegenetz von Martina Rosenberger, das Haus am Ginsterweg und andere mehr.

Die Schere zwischen Jung und Alt ein bisschen zu schließen, war die Intention des KiJuPa dabi. Nach dem Motto: Tausche Hilfe beim Käsekuchen backen gegen Hilfe beim Umgang mit Videos auf dem Computer. Motto: Generationen helfen sich gegenseitig.

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