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Radsport

Tour de France: Sieberg steckt für seinen Kapitän zurück

CASTROP-RAUXEL Da standen die beiden Männer, gestandene Kerle, und lagen sich in den Armen. Marcel Sieberg berichtete später von jenem Moment im Juli 2011, er habe ein paar Tränen wegdrücken müssen. In Carmaux, im Süden Frankreichs, hatte Siebergs Sprintkapitän André Greipel erstmals bei der Tour de France eine Etappe gewonnen.

Tour de France: Sieberg steckt für seinen Kapitän zurück

André Greipel (l.) und Marcel Sieberg (2.v.l.) sind mit Team von "Lotto Belisol" ab Samstag bei der Tour de France wieder auf der Hatz nach Sprintsiegen.

Wie die beiden so eng umschlungen dastanden, Sieberg gratulierte zum Sieg, Greipel bedankte sich für die perfekte Vorarbeit: Schließlich hatte ihn Sieberg an der letzten Kurve so passgenau an der Spitze des Feldes abgeliefert, dass diesmal selbst Mark Cavendish (Großbritannien), 20-facher Etappensieger, nur hinterher schauen konnte. Freunde sind sie, Zimmerkameraden überdies, Trauzeugen auch, Teamkollegen ohnehin und nun seit dem vergangenen Juli auf eine spezielle Art auch gemeinsam Etappensieger beim wichtigsten Radrennen des Sports. Zwar nicht offiziell in den Siegerlisten, aber immerhin. Schließlich gilt Sieberg in der Szene als Greipels schneller Edelhelfer auf dem Weg zum Sprintsieg.

Wo Greipel draufsteht, ist irgendwie ein bisschen Sieberg drin. 14 Siege hat Greipel in diesem Jahr eingefahren, fast immer fuhr Sieberg vorne weg. Sieberg hat sich im Laufe der Jahre mit dieser Rollenverteilung arrangiert. "Helfen kann ich am besten", sagte er unlängst in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten. Sechs Siege stehen in Siebergs Vita, allein fünf davon jedoch in seinen ersten drei Jahren als Profi. 2008 haben sich Sieberg und Greipel dann beim Team Highroad wieder getroffen (nachdem sie Anfang der 2000er Jahre schon beim Jan-Ullrich-Nachwuchsteam des Team Telekom zusammen gefahren waren), sind dann 2011 gemeinsam zu Lotto nach Belgien weiter gezogen.

 Seither zählt bei ihrer Zusammenarbeit vor allem eines: Sprintsiege von Greipel. Solche Parforceritte, wie etwa bei seinem Tour de France-Debüt 2007, als er im Dress des Team Milram auf der zweiten Etappe 150 Kilometer lang mit zwei anderen Fahrer weit vor dem Feld fuhr und erst kurz vor dem Ziel in Gent eingeholt wurde, sind seither tabu. Stallorder.  Dabei ist Sieberg selbst einer der schnellsten Sprinter im Peloton. Was Greipel bei jeder Gelegenheit betont. Nur sagt Sieberg selbst: "Ganz am Ende, da sind der eine oder andere dann doch ein wenig schneller."

Die aktuelle Equipe von Lotto-Belisol:


    

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