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Stammzellenspende nach Kalifornien

Umarmung vom Lebensretter aus Obercastrop

CASTROP-RAUXEL/CERRITOS Es ist vier Jahre her, da rettete Pierre Kückelmann aus Obercastrop mit einer Knochenmarkspende dem Kalifornier Fred Schmitthammer das Leben. Am vergangenen Wochenende dann klingelte es an Schmitthammers Haustür im Örtchen Cerritos - sein Lebensretter stattete ihm einen Besuch ab.

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Fred Schmitthammer aus dem kalifornischen Cerritos (l.) und Pierre Kückelmann aus Castrop-Rauxel, dessen Spende ihm das Leben gerettet hat.

Blutsbrüder in Schwarz-Gelb: Das Trikot von Borussia Dortmund war das Gastgeschenk, das Pierre Kückelmann (4.v.l.) für Fred Schmitthammer mitgebracht hatte.

Fred Schmitthammer aus dem kalifornischen Cerritos (l.) und Pierre Kückelmann aus Castrop-Rauxel, dessen Spende ihm das Leben gerettet hat.

Pierre Kückelmann bei der Stammzellenentnahme im Jahr 2010.

Über 9000 Kilometer und neun Zeitzonen liegen Castrop-Rauxel und der 50.000-Einwohner-Ort Cerritos in Kalifornien auseinander. Und dass diese beiden Städte jemals etwas miteinander verbunden hätte, war bis zum 14. Dezember 2010 so wahrscheinlich wie die Deutsche Fußballmeisterschaft für Wacker Obercastrop. Doch dann nahm eine solch unglaubliche und ergreifende Geschichte einer Lebensrettung ihren Lauf, die am Wochenende ihrem absoluten Happy-End-Höhepunkt erlebte. Pierre Kückelmann aus Obercastrop drückte mit Fred Schmitthammer jenen Mann an seine breite Brust, der mit einer Leukämieerkrankung dem Tode geweiht war und dem er vor knapp vier Jahren mit seiner Stammzellenspende das Leben retten konnte.

Und das i-Tüpfelchen an dieser Begegnung: Pierre hatte das Treffen im Vorfeld mit dessen Frau Francesca ohne Wissen des „Blutsbruders“, wie er ihn nennt, arrangiert. „Es ist unglaublich, die Person zu treffen, die mein Leben gerettet hat“, zitierte der örtliche Reporter

den 47-jährigen Schmitthammer, dessen Vorfahren dem Namen nach wohl auch aus Deutschland gekommen sein müssen: „Ich war so verwirrt und ich war so verblüfft, dass ich nicht einmal weinen konnte“, zitierte die Zeitung ihn weiter. Auch Pierre Kückelmann, begleitet von Mutter Bea und Freund Alex, war von dem emotionalen Erlebnis überwältigt, wie Vater Willi berichtete. Pierre habe bereits als Jugendlicher mitbekommen, wie sein älterer Bruder Björn, seine Mutter und er für den an Leukämie erkrankten Ralf Kubis vom TuS Ickern gespendet hätten. Als 2005 eine Schwiegermutter in spe eines HSG-Aktiven an Leukämie erkrankte, war er alt genug, sich selbst typisieren lassen. Pierres Botschaft an die Öffentlichkeit: „Ich möchte, dass viele Menschen den gleichen Weg gehen wie ich und vielleicht das selbe tolle Erlebnis geschenkt bekommen wie ich jetzt in Amerika. Es ist das Größte für mich, einem Menschen wieder eine Zukunft gegeben zu haben.“

CASTROP-RAUXEL/CERRITOS Four years ago, Pierre Kückelmann from Germany saved the life of a Californian. He donated bone marrow to Fred Schmitthammer. Last week they met for the first time. And both of them were overwhelmed.mehr...

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Fred Schmitthammer aus dem kalifornischen Cerritos (l.) und Pierre Kückelmann aus Castrop-Rauxel, dessen Spende ihm das Leben gerettet hat.

Blutsbrüder in Schwarz-Gelb: Das Trikot von Borussia Dortmund war das Gastgeschenk, das Pierre Kückelmann (4.v.l.) für Fred Schmitthammer mitgebracht hatte.

Fred Schmitthammer aus dem kalifornischen Cerritos (l.) und Pierre Kückelmann aus Castrop-Rauxel, dessen Spende ihm das Leben gerettet hat.

Pierre Kückelmann bei der Stammzellenentnahme im Jahr 2010.

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