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Unterhalb des Rathauses entsteht bald eine mobile Kita

Kindertagesstätte

Es gibt grünes Licht für den Schnellbau einer Kindertagesstätte: Unterhalb des Rathauses auf dem Parkplatz an der großen Treppe wird sie aufgestellt. Für die Parkplätze gibt es eine Lösung.

Castrop-Rauxel

von Tobias Weckenbrock

, 28.06.2018
Unterhalb des Rathauses entsteht bald eine mobile Kita

Auf dieser Fläche gleich neben dem Rathaus und dem WLT-Studio wird die mobile Kindertagesstätte errichtet. © Tobias Weckenbrock

Von einer mobilen Kita spricht die Stadtverwaltung bei diesem Projekt: Für 1 bis 1,2 Millionen Euro wird am Fuße des Rathauses noch bis September, so die Planung, eine neue Kindertagesstätte errichtet und eröffnet. Das steht nun fest und wird kommende Woche von den Politikern im Rat der Stadt aller Voraussicht nach beschlossen. Zu beschließen ist dabei konkret eigentlich nicht der Bau einer Kita, sondern die Frage, wie das Projekt bezahlt werden soll. Fest steht nun, dass die Stadtverwaltung 1,2 Millionen Euro an Mitteln bereit stellen will und muss. Und die kann sie nicht etwa von einem gut gefüllten Konto nehmen: Sie muss dafür im Haushaltsplan umschichten – zunächst auf Kosten von grob vier anderen Projekten (siehe Infokasten), die aber nicht aufgehoben, sondern laut Bürgermeister Rajko Kravanja nur in das nächste Haushaltsjahr aufgeschoben seien.

Für die Eltern und Familien, die bisher keine Zusage für einen Betreuungsplatz für das kommende Kita-Jahr bekommen haben, bedeutet das: Sie bekommen im Laufe der nächsten Wochen Post von der Stadt mit dem Angebot, das Kind oder die Kinder in die neue Kita zu geben. „Das machen wir, sobald wir den genauen Zeitpunkt haben“, sagte Kravanja am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion. „Wir versuchen, alle Kinder unterzubringen.“ In der neuen Kita entstehen nach Angaben der Stadtverwaltung 76 Betreuungsplätze für U3- (14) und Ü3-Kinder (62). Das entspräche genau den Ergebnissen einer Bedarfsabfrage, die die Stadtverwaltung bei den Eltern vorgenommen hatte.

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Mit der Trägerschaft wird der Evangelische Kirchenkreis Herne/Castrop-Rauxel betraut. „Ein bewährter Träger“, so Kravanja, bei dem man sicher sei, dass er das nötige Fachpersonal bereitstellen könne. Vor allem mit der Aussicht darauf, dass der Kirchenkreis am Evangelischen Krankenhaus den Bau einer neuen festen Kita plant, in die das Personal der mobilen Kita dann nach Fertigstellung übernommen werden könne. Bis zum Beginn des Kita-Jahres 2020/21 müssen zur Deckung des Gesamtbedarfs nach aktueller Rechnung 220 Betreuungsplätze her. Dazu ist eine neue Kita in Ickern Meisenweg, Träger: Caritas) geplant, dazu gibt es aber auch Gedankenspiele einer weiteren neuen Kita in Dorf Rauxel (Pallasstraße / Briloner Straße) und zur Nutzung der nun leer gezogenen ehemaligen Harkortschule in Merklinde.

Neues Konzept

Dazu müssen aber noch Diskussionen geführt und Verträge gemacht werden. Die Harkortschule noch bis Ende August fit zu bekommen, sei nicht möglich, so Kravanja. Für den Standort in Merklinde wird die Verwaltung und die Politik in den nächsten Monaten ein Konzept entwickeln, wie man auf Dauer dort eine mögliche Kita, eine OGS, vielleicht sogar eine Grundschule unterbringen könnte. Für die mobile Kita werden Pavillons aufgestellt, die die Stadt nicht mietet, sondern kauft. Ähnliche seinen in vielen anderen Städten im Einsatz. Die Stadt kaufe sie, weil eine Anmietung in einer Nutzungsrechnung über zehn Jahre schon deutlich teurer käme.

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Nach der Nutzung als mobile Kita an diesem Standort, die nur vorübergehend geplant ist, sollen die Container an anderen Stellen in der Stadt zum Einsatz kommen: „Zum Beispiel, wenn irgendwo kurzfristig Raumnot herrscht wegen Umbauarbeiten oder aus anderen Gründen“, so Kravanja. Durch den Bau der mobilen Kita fallen einige Parkplätze direkt an der Treppe unterhalb des Europaplatzes weg. Als Ersatz könne die inzwischen asphaltierte und versiegelte Parkfläche zwischen dem neuen WLT-Probenzentrum und dem Stadion genutzt werden, so der Bürgermeister.

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