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VfB Habinghorst

Vertrag über sechs Monate abgelehnt - Trainer Kuhn schmeißt hin

CASTROP-RAUXEL Relegationsplatz erreicht, Freilos gezogen - und mitten in die erleichterte Euphorie beim Fußball-Bezirksligisten VfB Habinghorst platzt eine Nachricht, mit der wohl keiner gerechnet hat: Daniel Kuhn wird das Team in der kommenden Saison nicht trainieren.

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Die Vereinsvorsitzende Sabine Landes wollte Kuhn nur einen Vertrag über sechs Monate anbieten.

Am vergangenen Sonntag schaffte Daniel Kuhn mit dem VfB Habinghorst den Klassenverbleib. In der nächsten Bezirksliga-Saison steht der Trainer nicht mehr an der VfB-Linie.

 

Am Mittwoch hatte Kuhn ein neues Vertragsangebot vom VfB erhalten. Laufzeit des Kontrakts: Ein halbes Jahr. "Damit gehe ich nicht konform", sagt Kuhn, der in diesem Angebot keinen Vertrauensbeweis sieht. Auch in der Kreisliga A hätte sich der Coach bereit erklärt, das Team weiter zu trainieren. Nun, nach erreichtem Klassenverbleib, ein Angebot auf Probe. Oder "eine Bewährungsfrist", wie es die Vorsitzende Sabine Landes nennt: "Ich hätte ihm gerne die Chance gegeben, sich bei uns weiterzuentwickeln." Gemeinsam hätten Landes und Kuhn die Saison Revue passieren lassen.

Die lange drohende Abstiegsgefahr in der Bezirksliga, direkt im Jahr nach dem Landesliga-Abstieg. Die Rettung in letzter Sekunde, mit dem finalen Sprung auf Platz elf, den Relegationsrang. Das Glück im Anschluss: Ins Abstiegsduell gegen einen Bezirksliga-Elften einer anderen Staffel musste der Verein schließlich nicht - Freilos. Trotzdem: Die vergangenen beiden Spielzeiten seien eine "schwierige Phase" gewesen, sagt Landes. Die Sicherheit eines Kurzzeit- Vertrages wollte sich der Club in dieser Situation nicht nehmen lassen. "Ich habe ja auch keine Sicherheiten", kontert Kuhn. Die drohende Personalsituation beim Bezirksligisten ist einer der kritischen Punkte, die der Ex-Trainer damit meint. Derzeit drohen Abgänge von fünf Spielern, darunter die beider Torhüter. Kuhn sagt trotzdem: "Ich hätte gerne mit der Mannschaft weitergearbeitet, aber ich musste absagen."Landes muss sich nun - kaum ist es ihr gelungen, nach langem Anlauf neue Kandidaten für eine Vorstandsmannschaft zusammenzusuchen - nach neuen Übungsleiter-Anwärtern umsehen. "Wir schauen intern und extern", sagt Landes, die seit Kuhns endgültiger Absage am Freitag kaum Zeit hatte, sich tatkräftig auf Trainersuche zu begeben. Bis zu den Vorstandswahlen am 29. Juni sollen aber die Scherben gekehrt, ein neuer Anfang gemacht sein.

 

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