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Volksfest am und im Wasser

Zur Wiedereröffnung des Parkbades Nord strömten gestern knapp 4000 Besucher

«Das Bad ist deutlich schöner, als es vorher gewesen ist. Ein solcher Ort ist in unserer Stadt einmalig,» lobte Bürgermeister Johannes Beisenherz, der die Anlage aus luftiger Höhe von einem Hubwagen aus den Bürgern übergab. Der Himmel war zwar grau, doch die Temperaturen angenehm. Zahlreiche Gäste hatten Decken mitgebracht und genossen das bunte Treiben. «Wir sind seit 9.30 Uhr hier, um noch einen Platz zu bekommen,» berichtete Herta Mundt, die den Tag mit ihrer Enkelin Freya Hardenacke (10) verbrachte. Beide waren so begeistert, dass der Kauf einer Jahreskarte fest beschlossene Sache ist. «Am liebsten möchte ich alles mal ausprobieren,» wünschte sich Freya, die am Vormittag mit Schnuppertauchen startete. Auch Dominik Schlüter (11) versuchte sich als Taucher. Hendrik Hubert vom Tauchverein Castrop-Rauxel gab dem Schüler eine kleine Einführung und half ihm beim Anlegen der Ausrüstung. Lungenautomat, Luftflasche, Flossen und Tauchmaske inklusive. Am Info-Zelt des Vereins war ein Scooter, ein Unterwasser-Moped, zu besichtigen, derweil Kinder am «Taucher-Triathlon» teilnehmen konnten, lustigen Trockenübungen an Land. Auch Gelsenwasser bot eine Reihe von Geschicklichkeitsspielen auf dem Trockenen an. Hindernisläufe, Dosenwerfen und Teller-Jonglage. Am frühen Nachmittag veranstaltete das junge Gelsenwasser-Team zudem eine Art «Spiel ohne Grenzen» mit aufgeblasenen Autoreifen, Riesenbällen und Gummibooten. Ein toller Spaß, bei dem sich die jungen Wasserfreunde so richtig austoben konnten. Etwas braver gestaltete sich die Wassergymnastik im anderen Becken. Kim Fischer und ihre Freundinnen vom SC Hellas machten nur ausnahmsweise mit. «Wir sind ansonsten in der Wettkampfmannschaft und zweimal in der Woche hier im Bad,» erklärte Britta Hehlke. Die Mädchen bibberten ein wenig, doch raus aus dem Becken wollten sie noch lange nicht. Nur Bea Uhlenbrock hatte vorgesorgt und einen Neoprenanzug angezogen. So geschützt, konnte sie es längere Zeit im Wasser aushalten. Das umfangreiche und abwechslungsreiche Rahmenprogramm umfasste weitere Präsentationen von Sportvereinen, Spiele, einen Ballonwettbewerb und musikalische Einlagen. Und BVB-Profi Marc-André Kruska gab Autogramme. In der Wärmehalle stellte Oliver Biernat die neue Website des Fördervereins «Unser Freibad bleibt» vor. Zusammen mit seiner Lehrerin Marlies Graeber hat der Schüler des Berufskollegs eine funktionalen Auftritt geschaffen. Nach Meinung von Charly Plücker, der das Bad einen «Edelstein für Castrop-Rauxel» nannte, könnte es zu jeder Jahres-Eröffnung des Bades ein Volksfest geben. Gute Idee. WEC www.unser-freibad-bleibt.de

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