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Kinderbetreuung in Castrop-Rauxel

Von der Leihoma zum festen Familienmitglied

CASTROP-RAUXEL Evelin Gulke aus Castrop-Rauxel ist nicht Olivers richtige Oma. Trotzdem fühlt es sich so an. Evelin Gulke ist Leihoma - und seit Januar fester Bestandteil der Familie Timme. Warum beide Seiten von der Situation profitieren und wie sich Oma und Enkel verstehen - hier erzählen sie von ihren Erfahrungen.

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Wenn Leihoma Evelin Gulke Oliver Zuhause besucht, spielen sie oft gemeinsam "Uno" - das Lieblingsspiel des Vierjährigen.

Oliver, seine Mutter Maritza (l.) und Leihoma Evelin Gulke (r.) haben viel Spaß zusammen. Über das Caritas-Projekt haben beide Seiten den Weg zueinander gefunden.

Maritza Timme (l.) und "Ehrensache"-Mitarbeiterin Krístin Weckermann sind von dem Projekt überzeugt.

"Oma, ich habe Hunger!", ruft der vierjährige Oliver und rennt ungestüm auf seine neue Oma zu, um sie zu umarmen. Bevor Oma den ersehnten Stutenkerl herausrückt, besteht sie darauf, dass Oli sich die Hände wäscht. Er kommt gerade aus dem Kindergarten - und freut sich darauf, mit Oma gemeinsam zu toben. Was nach einer ganz normalen Familiensituation aussieht, ist in Wirklichkeit ein wenig ungewöhnlich. Oma Evelin ist nämlich Olivers Leihoma. Mama Maritza Timme stammt aus Venezuela und lebt in Castrop-Rauxel. Sie hat ihre Familie vor 14 Jahren in Venezuela verlassen, um ihrer großen Liebe nach Deutschland zu folgen. Die eigenen Eltern sind verstorben. "Manchmal fühle ich mich hier sehr allein", sagt sie.Keine eigenen Enkelkinder In unserer Zeitung las sie von dem Leihoma-Projekt der Caritas. Darum wandte sie sich im letzten Jahr an Kristin Weckermann und erkundigte sich nach dieser Möglichkeit. Kristin Weckermann ist Mitarbeiterin bei der

. Sie ist ehrenamtliche Vermittlerin für Leihgroßeltern bei der Caritas.

Jetzt ist Evelin Gulke seit Anfang des Jahres fester Bestandteil der kleinen Familie. Nach einem Vorgespräch fand im Januar das erste Treffen statt. "Bei uns passte es von Anfang an", sagt Evelin und strahlt. "Ich liebe Kinder und habe leider keine eigenen Enkelkinder", antwortet sie auf die Frage, was sie dazu bewogen habe, als Leihoma in eine völlig fremde Familie zu gehen. Außerdem suchte sie nach ihrem Berufsleben eine sinnvolle Beschäftigung.Leihoma gibt "so manchen guten Rat" Zwischendurch wird sie von Oli bestürmt, er will jetzt endlich spielen. "Dass die beiden sich gut verstehen, ist nicht zu übersehen", sagt Kristin Weckermann. Mutter Maritza erzählt, dass auch sie von der Leihoma profitiert. "Ich habe oft viele Fragen und bekomme von Evelin so manchen guten Rat." Überhaupt sei Vertrauen eine wichtige Grundlage für dieses Projekt. Schließlich gebe jeder eine Menge von sich Preis, wenn er eine völlig fremde Person in sein Leben lässt.

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Wenn Leihoma Evelin Gulke Oliver Zuhause besucht, spielen sie oft gemeinsam "Uno" - das Lieblingsspiel des Vierjährigen.

Oliver, seine Mutter Maritza (l.) und Leihoma Evelin Gulke (r.) haben viel Spaß zusammen. Über das Caritas-Projekt haben beide Seiten den Weg zueinander gefunden.

Maritza Timme (l.) und "Ehrensache"-Mitarbeiterin Krístin Weckermann sind von dem Projekt überzeugt.

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