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WLT bringt Dantons Tod auf die Bühne

CASTROP-RAUXEL Regisseurin Petra Wüllenweber ist zum ersten Mal am Westfälischen Landestheater tätig. Am 6. Januar hat ihre Inszenierung von „Dantons Tod“ Premiere in der Stadthalle. Schließlich „ist es ein gutes, ein spannendes Stück“, so die Regisseurin.

von Ruhr Nachrichten

, 27.11.2008
WLT bringt Dantons Tod auf die Bühne

Die Schauspieler des Westfälischen Landestheaters proben noch fleißig.

Spannend soll es auch für die Schüler in NRW sein, die im kommenden Jahr Büchners Drama im Zentralabitur abhandeln werden. Epochenumbruch ist das große Thema des Stücks. Die französische Revolution sorgte für macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa. „Davon“, sagte Dramaturg Christian Scholze bei der Leseprobe, „zehren wir schließlich heute noch“. Es geht um die leidenschaftliche Verfechtung des Ideals auf der einen Seite und die pure Lust am Leben auf der anderen.Gegensätze ziehen sich an Gegensätze ziehen sich an, sagt man. Nicht so bei Danton (Andreas Wobig) und Robespierre (Guido Thurk). Im Rausch der Französischen Revolution prallen Ideen aufeinander, offenbaren sich Standpunkte, ergeben sich Reibungsflächen. Die politischen Richtungskämpfe enden für viele mit dem Tod – auch für Danton, auch für Robespierre. Die Guillotine kommt in jenen Jahren zwischen 1789 bis 1799 nicht zur Ruhe.Kalte und klare Ästhetik „Das Stück spielt äußerlich im Hier und Jetzt, das Denken und Handeln der Figuren ist allerdings in der Revolutionszeit verhaftet“, sagt Wüllenweber. Bühnenbild und Kostüme von Susanne Ellinghaus tragen diesem Ansatz Rechnung. „Es ist ein neutraler Raum, in dem sich mit Metallplatten verkleidete Wände befinden. Diese kalte, klare Ästhetik vermittelt die bleischwere Zeit ganz gut“, sagt Ellinghaus. Protagonisten gehen über Leichen Sie plaziert zudem jede Menge Stühle in dem Raum, die sinnbildlich für die politischen Clubs stehen. „So lassen sich ganz schnell neue Formationen bilden“, sagt Wüllenweber. Sie hat sich auch Gedanken darüber gemacht, wie das ständige Guillotinieren vor sich gehen kann: „Dann wird eben ein Stuhl umgeworfen. Klack.“ Und bleibt dann auch liegen. Schließlich gehen ja die Protagonisten stets und ständig „über Leichen“, um ihre Politik durchzusetzen.

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