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Fußball: Bezirksliga 9

Wacker und Frohlinde können die Topteams ärgern

CASTROP-RAUXEL Mit zuletzt drei Siegen aus drei Spielen hat sich die Spvg Schwerin auf den elften Platz in der Fußball-Bezirksliga vorgearbeitet und will die Serie auch gegen Hochlar fortsetzen. Für den FC Frohlinde und Wacker Obercastrop gilt es nach zuletzt punktlosen Auftritten wieder in die Erfolgsspur zu finden.

Wacker und Frohlinde können die Topteams ärgern

Ohne Moritz Budde (links) müssen die Fußballer des SV Wacker Obercastrop, hier im Spiel gegen Westfalia Langenbochum, im Duell am Sonntag, 2. November, gegen den Spitzenreiter Teutonia/SuS Waltrop auskommen.

Die Elf von Trainer Thomas Faust muss beim SV Hochlar 28 antreten – einem Team, das in der Vorwoche arg „unter die Räder gekommen“ ist. Mit sage und schreibe 1:9 unterlag der Aufsteiger aus Hochlar (14.) am vergangenen Spieltag bei Westfalia Huckarde (10.). Unter der Woche ging es in Recklinghausen unruhig weiter: Die Interimstrainer Christian Amthor und Tobias Portmann, die das Team eigentlich bis zur Winterpause führen sollten, legten ihre Ämter nieder. Klingt nach einer lösbaren Aufgabe für eine Mannschaft wie die Spvg Schwerin, die sich in den vergangenen Wochen im Aufwind befunden hat. Doch der Schweriner Trainer Thomas Faust will erst gar keine Überheblichkeit aufkommen lassen. „Hochlar hat in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass die Mannschaft durchaus Qualität hat“, sagt Faust und verweist unter anderem darauf, dass die Kreisstädter den jetzigen Tabellenführer Teutonia/SuS Waltrop mit 5:2 geschlagen haben.

Seine Mannschaft werde auch am Sonntag in Hochlar genau so konzentriert zu Werke gehen müssen wie bei den erfolgreichen Spielen an den vergangenen Wochenenden. Allerdings sehe er bislang keinen Anlass, an der Ernsthaftigkeit seiner Schützlinge zu zweifeln, führt Faust aus. „Wir haben auch in dieser Woche sehr gut und sehr intensiv trainiert.“ In personeller Hinsicht kann der Schweriner Trainer weitestgehend auf den Kader der Vorwoche setzen, lediglich der erkrankte Ansgar Niehage fällt in Hochlar aus. Thomas Faust wünscht sich, dass seine Mannschaft in dieser Besetzung ihre Erfolgsserie ausbauen kann. Der Trainer sagt: „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, aus dem wir hoffentlich mindestens einen Punkt holen werden.“

Die Waltroper haben zuletzt durch einen 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Frohlinde ihre Position an der Tabellenspitze verteidigt. Der SV Wacker Obercastrop wiederum hatte eine Woche zuvor unter Beweis gestellt, dass er sich auch gegen Spitzenteams behaupten kann: Im Lokalderby bei den Frohlindern, die damals noch Platz eins belegten, gelang dem Team von Wacker-Trainer Dennis Hasecke ein 4:2-Erfolg.

Eigentlich also gute Voraussetzungen für das Kräftemessen der Obercastroper mit dem aktuellen Spitzenreiter – wenn da nicht der Rückschlag am vergangenen Wochenende gewesen wäre: Mit 1:2 unterlag Wacker beim Schlusslicht FC Brünninghausen II. „Gegen Frohlinde und Brünninghausen hat meine Mannschaft zwei völlig unterschiedliche Gesichter gezeigt“, kommentiert der Obercastroper Trainer Dennis Hasecke, „wenn ich den Grund für diese Leistungsschwankungen wüsste, wären wir schon einige Schritte weiter.“ Letztlich sei es wohl nicht von der Hand zu weisen, dass einige Spieler den Tabellenletzten zumindest unterbewusst unterschätzt hätten. Immerhin, so hat es Hasecke beobachtet, sei die Einsicht vorhanden. „Am Dienstag beim Training hat es keinen gegeben, der nach einer Ausrede für die schlechte Leistung gesucht hat.“ Der Wacker-Übungsleiter hofft nun darauf, dass seine Mannschaft am Sonntag an den engagierten Auftritt aus der Partie in Frohlinde anknüpfen kann. „Wir wollen uns die Punkte zurückholen, die wir gegen Brünninghausen liegen gelassen haben“, lautet Haseckes Devise.

In personeller Hinsicht muss der Obercastroper Coach allerdings womöglich einige Abstriche machen: Die Einsätze der angeschlagenen Maurice Ottberg und Stefan Kitowski sind fraglich. Moritz Budde muss aufgrund von Kniebeschwerden auf jeden Fall pausieren. 

Für die erfolgsverwöhnten Frohlinder war es ein kaum noch gekanntes Gefühl, in zwei aufeinanderfolgenden Partien den Platz als Verlierer zu verlassen. In der Tabelle belegt der Aufsteiger allerdings nach wie vor einen guten fünften Platz. Mit Eichlinghofen kommt am 12. Spieltag der Tabellenzweite an die Brandheide. Holger Holz, der Co-Trainer des FCF, will die Leistungen in den beiden jüngsten Spielen durchaus unterschiedlich bewertet wissen. „Gegen Obercastrop haben wir einfach schlecht gespielt“, lautet sein Fazit, „da gibt es nichts schönzureden.“ Beim 1:2 beim Tabellenführer Teutonia/SuS Waltrop hätte sich das Team hingegen nach frühem Rückstand gut in die Partie zurückgekämpft. „Am Ende hätten wir eigentlich einen Punkt verdient gehabt“, findet Holz.

Dass es dazu nicht kam, lag auch daran, dass die Frohlinder eine Reihe guter Tormöglichkeiten ungenutzt ließen. „Das haben wir während der Woche noch einmal thematisiert“, sagt Holz. In den Übungseinheiten sei ein intensives Torschuss-Training absolviert worden. Holz und „Chef“ Jürgen Litzmanski hoffen, dass die Frohlinder gegen den Zweiten aus Eichlinghofen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Zuletzt standen sich die beiden Vereine im Juli beim Westcup in Dortmund gegenüber. Der spätere Turniersieger FCF gewann das Halbfinale mit 1:0.

„Eichlinghofen verfügt über zwei schnelle Stürmer, die oftmals mit langen Bällen eingesetzt werden“, hat Holz beobachtet. „Es muss unser Ziel sein, die beiden nicht ins Spiel kommen zu lassen.“ Nachdem die Personalsituation beim FCF zuletzt angespannt war, zeichnet sich Besserung ab. Stefan Hoffmann ist aus dem Urlaub zurück, Sebastian Janas und Michael Janus haben ihre Erkrankungen auskuriert. Auch der zuletzt angeschlagene Arif Secen habe die Trainingseinheiten in dieser Woche absolvieren können, berichtet Holz, der optimistisch auf das Spiel am Sonntag blickt. „Unsere Zielsetzung ist klar: Wir wollen die drei Punkte in Frohlinde behalten.“

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