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Angeklagter wehrte sich mit Fußtritten gegen die Festnahme

Prozess am Amtsgericht

Weil eine Geburtstagsfeier eskalierte, musste die Polizei einschreiten. Die wurde dann vom aggressiven Gastgeber noch selbst angegriffen. Der trat einem Polizisten in eine ganz empfindliche Stelle. Jetzt musste sich der 37-Jährige vor dem Amtsrichter verantworten.

Castrop-Rauxel

von Gabi Regener

, 27.04.2018
Angeklagter wehrte sich mit Fußtritten gegen die Festnahme

Ein 37-Jähriger musste sich vor dem Amtsgericht verantworten, weil seine Geburtstagsfeier im Oktober 2017 aus dem Ruder lief. © Jens Lukas

Eine Geburtstagsfeier eskalierte, gegen halb zwölf nachts musste die Polizei einschreiten. Die ebenfalls vom aggressiven Gastgeber angegriffen wird, der zuvor seine Ehefrau attackiert hatte. Am Freitag stand der 37-Jährige vor dem Strafrichter, angeklagt wegen Körperverletzung und des heftigen Widerstands gegen seine Festnahme.

Inzwischen lebt der Mann getrennt von seiner Ehefrau, der Zwist gärte schon vor der Feier im Oktober 2017, als es zum folgenschweren Zoff kam. „Sie hat mich betrogen“, sagte er zum Anlass. Was vielleicht auch Grund für seinen Alkoholkonsum an jenem Abend war. 1,47 Promille wurden später in der Uniklinik Essen festgestellt.

Getrübte Erinnerung

Der Alkohol hat auch das Erinnerungsvermögen des Angeklagten getrübt. Er war anfangs überzeugt, widerstandslos mit der Polizei mitgegangen zu sein, nur versehentlich in die Glastür getreten und ebenso versehentlich den Polizisten in eine empfindliche Körperregion getreten zu haben. Die Schilderungen beider Polizeibeamten waren nicht nur präziser, sondern widerlegten auch die harmlose Variante des Angeklagten entschieden.

Danach hatte sich der Mann so heftig gegen den Wohnungsverweis gewehrt, dass ihm Handfesseln angelegt werden sollten. Bei diesem Prozedere trat er in die Glasscheibe der Wohnzimmertür. Eine stark blutende Wunde an seinem Fuß war die Folge. Der Notarzt sollte später einen Achillessehnenriss attestieren.

Mit Absicht getreten

Bis zum Eintreffen des Rettungswagens wurde der stark Verletzte im Hausflur an eine Wand gesetzt. Ruhe gab er noch immer nicht. Er ließ sich dort zur Seite fallen und trat dabei einem Polizisten gegen die Genitalien. „Mit voller Absicht“, wie der Zeuge aussagte. „Trotz der auf dem Rücken fixierten Handfesseln war der Angeklagte noch immer sehr aggressiv“. So trat er dem zweiten Polizisten auch noch vor dessen Schienbein, bevor er schließlich in den Wagen des Rettungsdienstes verfrachtet werden konnte.

Der Richter verurteilte den 37-jährigen, bislang unbescholtenen Angeklagten zu einer sechsmonatigen Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

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