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Weihnachtsbäume teurer

CASTROP-RAUXEL Draußen vom Walde kommen sie her. Die Weihnachtsbäume. Für die meisten Bürger ist ein Fest ohne Baum undenkbar.

Weihnachtsbäume teurer

Wer jetzt schon seinen Weihnachtsbaum kauft, sollte ihn möglichst draußen lagern.

In diesem Jahr müssen die Familien jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen. Doch nicht der Sturm Kyrill ist schuld, der vorwiegend alte hohe Nadelbäume geknickt und die Weihnachtsbaumschonungen verschont hat, so Ludger Sanders aus Henrichenburg, sondern die Planungen der Baumlieferanten. Vor allem aus Dänemark.

Denn nicht nur aus dem Sauerland, sondern auch aus dem hohen Norden kommen Nadelbäume in unsere Gefilde. Doch weil den Skandinaviern die Preise zu niedrig waren, haben sie die Produktion reduziert. Und damit einen Engpass produziert, der sich auf die Preise niedergeschlagen hat.

Die Nordmanntanne, bei vielen beliebt, weil man sich an den weichen Nadeln nicht stechen kann, kostet pro Meter 17 Euro. Die Blaufichte, die zwar im Gegensatz zur Nordmanntanne schön duftet, dafür aber fies sticht, schlägt mit 12 Euro pro Meter zu Buche. Trotzdem ist sie mit ihrem bläulichen Schimmer nach wie vor der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen.

Die preiswerteste Variante ist die normale Fichte. Da kostet ein großer Baum von rund 2,50 m Höhe 20 Euro, heißt es im Hofladen von Bauer Klöcker, wo es natürlich auch Nordmann- und Edeltannen gibt. Zur einfachen Fichte greift vor allem, wer einen besonders großen Baum wünscht. Dafür lässt er sich beim Schmücken pieksen und nimmt in Kauf, dass der Baum relativ bald zu nadeln beginnt. Mit reichlich Wasser im Christbaumständer lässt sich das hinauszögern.

Reichlich Wasser

Sanders und Klöcker haben die ersten Bäume bereits verkauft. Und raten den Kunden, die Bäume draußen kühl zu lagern und zu gießen. Dann sind sie am Weihnachtsfest noch frisch.

Rund 15 Prozent sind die Preise für die Weihnachtsbäume in diesem Jahr nach oben geschnellt. Die Kunden, vor allem die Stammkunden der beiden Hofläden, hält das nicht vom Kauf ab. Vielleicht greift der ein oder andere zu einem kleineren Exemplar.

Und wenn die Dänen nun neidisch auf die Preise schielen, müssen sie sich trotzdem gedulden. Was sie jetzt anpflanzen, ?kann frühestens in acht Jahren verkauft werden.

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