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24-Stunden-Schwimmen in Castrop-Rauxel

Weniger Teilnehmer sorgen für mehr Kilometer

Castrop-Rauxel Der Rekord ist gefallen. Um 170 Kilometer wurde der alte Bestwert des 24-Stunden-Schwimmens im Hallenbad aus dem Jahr 2016 überboten. 2316 Kilometer schwammen die 275 Teilnehmer (2016: 316) in der siebten Auflage des 24-Stunden-Schwimmens zusammen. Obwohl weniger Aktive als noch im Jahr 2016 ins Becken stiegen, das Event war ein Erfolg. Und das hatte viele Gründe.

Weniger Teilnehmer sorgen für mehr Kilometer

Die sechs Bahnen im Hallenbad an der Bahnhofsstraße waren vor allem tagsüber voll. Foto: Volker Engel

Der Rekord ist gefallen. Um 170 Kilometer wurde der alte Bestwert aus dem Jahr 2016 überboten. 2316 Kilometer schwammen die 275 Teilnehmer (2016: 316) in der siebten Auflage des 24-Stunden-Schwimmens zusammen. Eventort war das Hallenbad an der Bahnhofsstraße. Und die DLRG Castrop-Rauxel als Ausrichter war nicht nur wegen dieses gebrochenen Rekordes mit der Veranstaltung am vergangenen Samstag und Sonntag zufrieden.

„Vor dem Hintergrund, dass es an diesem Wochenende weitere Großveranstaltungen gab, war die Teilnehmerzahl super“, sagte DLRG-Pressewart Michael Trösken. Denn neben der Kirmes in Castrop-Rauxel stieg am Sonntagnachmittag auch das Bundesliga-Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund.

70-Jähriger schwimmt 650 Meter

Dass es beim 24-Stunden-Schwimmen um viel mehr als den bloßen sportlichen Erfolg ging, zeigten gleich mehrere Beispiele. Denn teilnehmen durfte jeder, der schwimmen kann und mindestens zwei Bahnen, also 50 Meter, schafft. Jüngster Teilnehmer war Anneke Gröhlich (4). Sie schaffte 1200 Meter, also 48 Bahnen. Ältester Schwimmer war Alfons Ewerle (70) mit 650 Metern.

Und noch drei weitere Teilnehmer des Schwimm-Events stachen heraus. Aber nicht wegen der geschwommenen Strecken. Vielmehr waren die Ideen der drei Sportler, die sie zur Teilnahme bewogen, entscheidend.

So schwamm der Ickener Alexander Scheidle vom Verein „Imperathomas – Für die Kinder, gegen den Krebs“ für den guten Zweck: für die deutsche Kinder-Krebshilfe. Sponsoren und Unterstützer konnten pro geschwommenen Kilometer von Alexander Scheidle einen beliebigen Betrag spenden. „Die Auswertung läuft noch. Aktuell beträgt die Summe 400 Euro“, berichtete Scheidle am Montag.

Weniger Teilnehmer sorgen für mehr Kilometer

Alexander Scheidle schwamm 31 Kilometer für die deutsche Kinder-Krebshilfe. Foto: Volker Engel

Michael Boltz (54) und Frederic Boltz (22) nahmen hingegen teil, um sich ein „Vater-Sohn-Duell“ zu liefern. Michael Boltz sagte: „2016 habe ich beim gleichen Event eine Niederlage gegen Frederic erlitten. In diesem Jahr wollte ich Revanche nehmen.“

Mit Erfolg – Michael Boltz verbesserte nicht nur seine persönlich geschwommene Distanz von 12.100 Meter auf 16.100 Meter, sondern wies zugleich auch seinen Sohn in die Schranken. Dieser schwamm 15.050 Meter. Profis seien beide natürlich nicht, sagte Michael Boltz. Lediglich zwei- bis dreimal hätten die Zwei im Vorfeld trainieren können. „Darum ging es uns aber auch gar nicht. Wir wollten einfach Spaß haben. Die Sticheleien untereinander und der Wettkampf als solches haben einfach Spaß gemacht“, so der Sieger des Familien-Duells.

72 Schwimmer konnten gleichzeitig ins Wasser

Während Alexander Scheidle direkt zum Startschuss am Samstag um 15 Uhr im Becken war, stiegen die Boltz’s erst gut eine Stunde später ein. Der Grund: Die sechs vorhandenen Bahnen waren ausgelastet. Bis zu zwölf Schwimmer pro Bahn waren von der DLRG zugelassen, also maximal 72 Schwimmer gleichzeitig. Fleißige ehrenamtliche Helfer mit Klemmbrettern, auf denen die Startkarten aller im Wasser befindlichen Schwimmer klemmten, protokollierten die jeweils absolvierten Bahnen der Aktiven.

„Die beste Zeit zum Schwimmen war darum auch in der Nacht“, sagte Alexander Scheidle. Die Becken seien zwischen 23 und 4 Uhr schlicht nicht so voll gewesen. „Sind die Bahnen voll, muss man viel ausweichen und hat viel Wasserbewegung. Das kostet unheimlich viel Kraft“, erklärte Michael Boltz. Auch er und sein Sohn legten einen Großteil der geschwommenen Strecke zur späten Stunde zurück.

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Dazu muss man wissen: Jeder Teilnehmer durfte das Becken zu jeder Zeit verlassen und eine Pause einlegen. Und auch der Wiedereinstieg, so es der Platz hergab, war jederzeit möglich. „Ich habe mich zwischenzeitlich auch gestärkt und auf meinem Handtuch auf der Tribüne ein bisschen geschlafen“, berichtete Alexander Scheidle. Anders, so sagte Scheidle, hätte er die 31 Kilometer, also 1240 Bahnen, auch gar nicht bewältigen können.

Auch die Moderatoren von der Stadtsportjugend hätten während der 24 Stunden die Zuschauer immer wieder animiert, Scheidle anzufeuern, so DLRG Michael Trösken. „Das hat mir richtig geholfen“, so der Angefeuerte. Am Ende sprang für Alexander Scheidle in der Endabrechnung sogar Rang vier in der Einzelwertung der Herren heraus. „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Mir war ohnehin am wichtigsten, auf die Kinder-Krebshilfe aufmerksam zu machen und das den Menschen ins Bewusstsein zu rufen“, bilanzierte Alexander Scheidle.

Organisator verspricht eine Wiederholung

Auch Michael Boltz blickte zufrieden auf das 24-Stunden-Schwimmen zurück. „Es war eine tolle Sache. Das Event war super organisiert und alles lief reibungslos. Wir werden 2020 auf jeden Fall wieder dabei sein.“

Und 2019? Da wird es diese Schwimmveranstaltung nicht geben, genau wie es dieses auch schon im Jahre 2017 nicht gab. Den Grund erklärt Michael Trösken: „Die Organisation einer solchen Veranstaltung fordert eben nicht nur die 24 Stunden lang den Einsatz von vielen ehrenamtlichen Helfern, sondern auch schon Monate im Vorfeld. Das kann bei uns niemand leisten, da wir alle neben der DLRG auch einen Beruf haben.“

Michael Trösken, Pressewart der DLRG Castrop-Rauxel, hat beim 24-Stunden-Schwimmen fleißig fotografiert und die Bilder hochgeladen. Diese sind hier zu finden.

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