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Schwer kranker Ömer-Faruk Akcay stinksauer

Wohnblock auf Schwerin war in der Kältewoche ohne Heizung

SCHWERIN Dieser Mieter ist stinksauer auf die LEG: Er lebte fast eine Woche lang in einer unbeheizten Wohnung eines Hochhauses Am Rotdorn. Jetzt, wo es milder ist, läuft die Heizung wieder - und die Immobiliengesellschaft verweist auf ein Missverständnis.

Wohnblock auf Schwerin war in der Kältewoche ohne Heizung

Familie Akcay wohnt auf Schwerin in einem der LEG-Hochhäuser Am Rotdorn. Dass die Heizung eine Woche ausfiel, ärgert den an Leukämie erkrankten Vater. Foto: Tobias Weckenbrock

Seit 20 Jahren lebt Ömer-Faruk Akcay auf Schwerin. Vor zehn Tagen, an einem Mittwoch, als die Temperaturen noch bei um die minus 10 Grad lagen, kam das kalte Erwachen: Im gesamten LEG-Wohnkomplex Am Rotdorn fiel sowohl Heizung als auch Warmwasser aus. Für die Mieter der zwölf Wohnungen ein Ärgernis: Sie waren eiskalt, die Innentemperaturen lagen laut Akcay bei um die 13 Grad.

„Alle Mieter hier sind krank geworden, viele meiner Nachbarn haben kleine Kinder“, beschreibt er die Situation, die erst eine Woche später behoben wurde. „Wir hatten ja auch gar keine Informationen“, so Akcay, der uns im Hausflur selbst mit einem Mundschutz empfängt. Er leidet unter einer Leukämie – eine Infektion könnte für ihn böse enden. Es hing zwar ein Schreiben im Hausflur, auf dem darauf hingewiesen wurde, dass man sich um das Problem kümmere, aber ein Ansprechpartner war nicht vermerkt. Mit mobilen Elektroheizungen wurden die Mieter erst am Mittwoch, also nach einer Woche, versorgt.

Wohnblock auf Schwerin war in der Kältewoche ohne Heizung

Eines der LEG-Hochäuser Am Rotdorn: Hier fiel die Heizung aus. Foto: Tobias Weckenbrock

Die LEG-Pressestelle teilte in dieser Woche auf Anfrage mit, dass ihre Monteure vor Ort auf der Suche nach dem Auslöser des Problems seien und dieses schnellstmöglich beheben würden. Mittwochnachmittag wurde es immerhin wieder warm.

Es sei Teil ihres Notfall-Prozesses, den Mietern sofort Heizlüfter anzubieten. Dass dies erst nach einer Woche geschehen sei, beruhe auf einem Missverständnis mit dem für sie tätigen Dienstleister. Die LEG entschuldige sich ausdrücklich bei den Mietern für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Kosten für Heizlüfter und die durch den Betrieb anfallenden Stromkosten würden von der LEG übernommen.

Ömer-Faruk Akcay ist trotzdem stinksauer. Er will sich an den Mieterbund wenden und hat sich bei uns in der Redaktion gemeldet. „Wenn er sich etwas vornimmt“, sagt sein Sohn Faruk, „dann zieht er das durch.“

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