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Brandserie Reichsstraße

Die 47-jährige Tatverdächtige schweigt weiter zum Motiv

BOCHUM Erleichterung – das ist so etwas wie das Wort des Tages, wenn es um die Brandserie an der Reichsstraße geht. Erleichterung, dass jemand festgenommen wurde und die Brandserie wohl ein Ende hat. Überführt wurde die mutmaßliche Brandstifterin durch Polizeikameras im Haus. Zu ihrem Motiv schweigt sie sich aber weiter aus.

Die 47-jährige Tatverdächtige schweigt weiter zum Motiv

Sieben Mal musste die Feuerwehr ihretwegen in der Reichsstraße anrücken - jetzt ist die mutmaßliche Brandstifterin in U-Haft.

„Wir hatten Kameras in dem Haus aufgestellt“, verrät Axel Pütter, Pressesprecher der Polizei Bochum. Sie wurden glücklicherweise nicht vom Feuer zerstört, die Bänder zeigen den Feuerteufel, oder besser die Feuerhexe, aus der Bochumer Reichsstraße. Und die sitzt jetzt in U-Haft. Es wurde Haftbefehl gegen eine Hausbewohnerin erlassen. „Wegen schwerer Brandstiftung“, so Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert.

Gestanden hat die Frau bislang fünf Brandstiftungen, zum Motiv allerdings schweigt sie. Sie gab unter anderem zu, den letzten, den siebten und zugleich schwersten Brand, bei dem eine Wohnung im zweiten Stock zerstört wurde, gelegt zu haben. In derselben Wohnung hatte bereits am 20. Mai ein Stuhl gebrannt. Auch diesen Vorfall nimmt die 47-Jährige auf ihre Kappe. Kurios: Eben diese Wohnung bewohnt der Sohn der 47-Jährigen, der daher zwischenzeitlich selber unter Verdacht geraten war. Seine Mutter hatte offensichtlich einen Schlüssel zu seiner Wohnung. „Auch das war einer der Hinweise, die uns letztlich zu der Frau führten“, so Pütter. Michael Schulze von Immobilien Schulze, Besitzer des Mehrfamilienhauses an der Reichsstraße, machte sich gestern Morgen vor Ort ein Bild vom Zustand seines Hauses: „Die Wohnung ist kaputt – ein erheblicher Schaden.“ Wie hoch genau, das werden die Gutachten zeigen. Schulze aber ist etwas anderes viel wichtiger: „Zum Glück wurde niemand verletzt.“ Er sei erleichtert. „Die Sache hatte mir schlaflose Nächte bereitet.“

In den nächsten Tagen gehen die Vernehmungen und Ermittlungen der Polizei weiter. Denn: „Obwohl die Verdächtige bislang nicht alle sieben Brandstiftungen gestanden hat, glauben wir nicht, dass eine weitere Person beteiligt war“, sagt Pütter. Nach ihrer Festnahme hatte die Frau, die nach Angaben der Polizei „einfach irgendwelche Gegenstände anzündete“, zunächst alle Brandstiftungen gestanden, dieses Geständnis dann jedoch wieder zurückgezogen. Doch selbst wenn sie sich letzten Endes nur für die Taten, die sie zugegeben hat, vor Gericht verantworten müsste: „Ein Jahr bis 15 Jahre Haft gibt es für schwere Brandstiftung“, sagt Oberstaatsanwalt Kuhnert.

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