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Die Kunst als Rettungsanker

BOCHUM Seit über 30 Jahren sammelt das Ehepaar Berg nun schon Kunstwerke. Das Ergebnis vereint Künstler aus den unterschiedlichsten Epochen. Das Museum stellt ab Samstag rund 130 Objekte aus.

Die Kunst als Rettungsanker

Christine und Hans Berg zeigen große Teile ihrer Sammlung im Museum, sehr zur Freude von Museumsdirektor Dr.Hans Günter Golinski. (Mitte).

Dabei hat es bei dem Ehepaar nie ein Sammlungskonzept gegeben. „Alle Werke haben wir allein entdeckt, es gab keine Kunstberatung“, sagt Hans Berg. Dadurch entstünde der persönliche Klang der Ausstellung. Die Beschäftigung mit Kunst allgemein bewahre vor der „Verblödung und Manipulation durch Massenmedien“. Kunst sei ein Rettungsanker, der vor kollektivem und individuellem Identitätsverlust bewahre.

Pioniertat

Aber auch von den Künstlern selbst waren die beiden immer beeindruckt. „Vor allem die Meisterhaftigkeit und Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Kunst ausüben, fasziniert“, meint Christine Berg. Mit vielen der Maler und Bildhauer verbrachten die Sammler persönlich Zeit, besuchten Emil Schumacher in Hagen oder diskutierten leidenschaftlich mit Erwin Wortelkamp. Mit deren Werken hätten sie sich ein Stück der „romantischen Gegenwelt“ in ihr eigenes technisches und rationales Leben geholt. Angefangen hatte schließlich alles im Berg‘schen Unternehmen, wo Stahlrohre für den internationalen Markt produziert wurden. Was heute üblich ist, sei damals eher selten gewesen, betont Museumsdirektor Hans Günter Golinski. „Eigentlich war es eine Pioniertat für die Schaffung alternativer Kunstorte“.

Graubner und Immendorf

Die etwa 130 der insgesamt 300 Werke bilden eine „spannende Ausstellung“, so Golinski. Die Sammlung zeigt vor allem deutsche Werke. Sie lässt sich in drei große Komplexe aufteilen. Im Erdgeschoss sind Arbeiten der klassischen Moderne zu sehen, darunter August Macke, Emil Nolde und August Rodin. Mit Werken von zum Beispiel Gotthard Graubner und Monika Huber wird das Informel präsentiert. Werke von Künstlern wie Jörg Immendorf und Rolf Behm schließlich zählen zur Neuen Figuration. „Für die Kunst in Bochum ist diese Ausstellung ein wichtiger Mosaikstein - gerade im Hinblick auf 2010, wenn Bochum Kulturhauptstadt wird“, meint Günter Golinski.

Feuerwerk über dem Alexanderplatz

Viele der Bilder spiegelten die Realität, zumal jene, die nach 1968 entstanden. Vor allem die Farbintensität der Ausstellung ist auffällig. So auch bei Karl Heinz Hödickes fast schon leuchtender Arbeit „Feuerwerk über dem Alexanderplatz“, das der gesamten Ausstellung den Titel gibt. Eröffnet wird diese am Samstag um 17 Uhr von OB Dr. Ottilie Scholz.  

 

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