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Die Stadt soll sicher werden

BOCHUM In der Verkehrsunfallstatistik NRW belegt Bochum 2007 Platz 1. "Das reicht mir nicht", sagte gestern Diane Schäfers, Rechts- und Ordnungsdezernentin. "Ich schaue auf die Einzelschicksale."

Die Stadt soll sicher werden

Vor dem Museum unterhielt sich Diane Schäfers (r.) mit Schülerinnen und Schülern, die für die Teilnehmer des Verkehrssymposiums ein Verkehrssicherheitstraining auf dem Rad demonstrierten.

"Ich denke an das Kind, das im ersten Halbjahr 2008 in Bochum bei einem Verkehrsunfall getötet wurde, ebenso an die beiden Senioren", so Schäfers.

Diese Schicksale und die hohe Dunkelziffer, die die Zahl der Verunglückten im Straßenverkehr laut Unfallkasse noch einmal verzehnfacht, seien es, die ihr Sorgen bereiten. Über 20 000 Unfälle gab es 2007 im Bereich des Bochumer Polizeipräsidiums, rund 2000 Verunglückte, davon 1296 in Bochum. Sieben Menschen wurden in Bochum bei Verkehrsunfällen getötet. Zahlen, die Schäfers weiter senken will.

Mobil und sicher

Darum fand gestern im Museum ein Verkehrssymposium statt. Der Titel: "Mobil und sicher in Bochum". Experten von ADAC, ADFC, Verkehrswacht und Polizei, aber auch Verantwortliche aus anderen Städten sowie Bochumer Politiker waren zu Fachvorträgen und Diskussionen eingeladen.

Das Ziel: Neue Handlungskonzepte in der Verkehrssicherheitsarbeit finden. Langfristiges Ziel: Die Verkehrsunfallstatistik mit diesen Erkenntnissen auf auffällige Schwerpunkte hin auswerten, Konzepte entwickeln und die nötigen Haushaltsmittel einfordern.

Ein erster Schritt sei bereits getan, so Diane Schäfers. "Wir wollen fünf mobile Rotlicht-Blitzer anschaffen", sagte die Rechts- und Ordnungsdezernentin. In Zukunft sei außerdem geplant, zusätzlich zu den zwei bereits vorhandenen großen Geschwindigkeitsanzeigetafeln weitere kleinere zu beschaffen. "Denn Geschwindigkeitsüberschreitungen sind die Hauptursache von Verkehrsunfällen", sagte Schäfers.

Nach der Finanzierung der Maßnahmen gefragt wies Diane Schäfers auf die Podiumsdiskussion hin, zu der im Rahmen des Symposiums alle Fraktionsvorsitzenden eingeladen waren. "Die Politik ist jetzt gefordert, im Haushalt Schwerpunkte auf die Verkehrssicherheitsarbeit zu setzen."

Hauptadressaten

"Bochum altert schnell", erklärte die Dezernentin. "Gerade deshalb müssen wir uns in Zukunft gut aufstellen. Neben den Kindern sind schließlich die Senioren die Hauptadressaten dieser Arbeit."

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