Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Die perfekte Welle

QUERENBURG "Hat ja irgendwie Charme!", ist der erste Eindruck beim Betreten des Studios, des Herzstücks von CT das radio. Soviel Omaplüsch und Studichic erwartet man ja in den sonst eher etwas uncharmanten grauen Bochumer Unigebäuden nicht. Doch genug der Klischees.

Die perfekte Welle

Plüschige Atmosphäre im Studion von CT das radio - dem ältesten Campusradio in NRW.

Bei gedimmten Licht aus der nostalgischen Deckenlampe kann man es sich auf der grünen Samt-bezogenen Chaiselongue bequem machen und dem geschäftigen Treiben zusehen. Am Mischpult steht der Chef vom Dienst, kurz CvD, und bereitet sich auf die Spätsendung vor. Durch die Glasscheibe im Nebenraum sieht man Praktikantin Meike, die einen neuen Beitrag mit Programmchef Philipp durchgeht. Zehn Jahre ist CT das radio bereits on air.

Erste Karrieresprosse

Zehn Jahre Campusradio in denen vor allem eigenständiges und professionelles Arbeiten angesagt waren und das neben dem Studium, dem eigentlichen "Hauptjob". "Man lernt hier sich zu organisieren, sonst klappt das nicht", erklärt einer, der es wissen muss. Thomas ist seit 2006 dabei und mittlerweile ein alter Hörfunk-Hase.

Der Student der Orientalistik und Französisch moderiert jeden Donnerstag und ist Vorstandsvorsitzender des Trägervereins. Hier mitzuwirken heißt Verantwortung zu übernehmen und tatsächlich mal nicht für die Uni, sondern fürs Leben zu lernen.

Die Beispiele einiger Ehemaliger zeigen, was die Arbeit hier bringen kann. Da gibt es den Prof. der Medienwissenschaft in Heidelberg, den Spezialisten der Rechtsabteilung bei Dumont, der sich früher bereits rund ums Organisatorische beim Campussender kümmerte, die 1live-Moderatoren, die hier ihr Handwerkszeug lernten und und und...

Nachwuchssorgen

Soviel Prestige und Praxis und anrechnungsfähige Praktika, aber trotzdem Nachwuchssorgen? "Man kann bei uns nichts verdienen, die Studiengebühren erschweren es uns zusätzlich", bedauert Thomas. Bei dem Zeitaufwand durch Studium und Radio bleibt nicht mehr viel Zeit für einen lukrativen Nebenjob. "Dabei muss man nichts können, hier kann man alles lernen", wirbt Thomas. Das System gegenseitiger Aus- und Weiterbildung wird in naher Zukunft noch ausgebaut. Kooperationspartner ist das renommierte Grimme-Institut.

Standard verbessern

Mit professionellen Workshops will man den schon hohen Standard noch verbessern, auch von Uniseite gibt es ein ähnliches Angebot. "Wir sind zwar unabhängig von der Uni, aber wir werden durch das Rektorat enorm unterstützt", bekräftigt Thomas. Erst kürzlich bei der Exzellenzinitiative ließ Rektor Elmar Weiler sämtliche Medienvertreter warten und gab das erste Interview "seinem" Campusradio. Er wird wissen warum, denn bereits zu Beginn vor zehn Jahren war das Radio durch seine Vorreiterrolle ein echtes Aushängeschild.

Mittlerweile verfügen viele Unis über ein eigenes Radio. Konkurrenz ist das nicht, "auch wenn Bochum bei guter Wetterlage eine Reichweite bis Dortmund hat", fügt Oliver grinsend hinzu. Im Gegenteil, man arbeitet zusammen, tauscht Beiträge aus und agiert unter einem Dachverband.

Abschluss-Party

Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass man in Bochum regelmäßige Nachrichten hat. Eine Kooperation mit dem Deutschlandfunk macht's möglich. Beste Verbindungen also und außerdem Praktika, Partys und Preise. Oliver Myland ist am Samstag zum zehnjährigen Jubiläum von CT das radio mit einer Reportage für einen Preis nominiert. 1000 Euro winken! "Das sind zwei mal Studiengebühren." Wie gewonnen, so zerronnen... "Aber ein paar Bier könnte ich springen lassen", meint er lachend. Also, Daumen drücken und vielleicht mal hinter die Kulissen gucken. Wie Radio gemacht wird, ist jetzt jedenfalls klar: mit Herzblut! Katrin Herbstreit

 

Am Samstag (10.) findet ab 10 Uhr zum 10-jährigen Jubiläum von CT das radio der LfM-Campus-Radio-Tag statt. Zum Abschluss startet ab 20.30 Uhr eine große Party in der Mensa. Eintritt frei.

  

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Mordkommission ermittelt

Polizei findet Leiche eines 39-Jährigen in Bochum

BOCHUM Polizisten haben am späten Samstagabend in einem Bochumer Mehrfamilienhaus die Leiche eines 39 Jahre alten Mannes gefunden. Der Mann sei Opfer eines Gewaltdelikts geworden, teilten die Behörden am Sonntag mit. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. mehr...

Prozessauftakt gegen Fälscher

Mit falschen Papieren hohe Kredite bei Banken ergaunert

Bochum Neun Monate nach dem spektakulären Ausheben einer Fälscherwerkstatt hat am Donnerstag in Bochum der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder einer professionellen „Fälscher-Bande“ begonnen. Es geht um falsche Pässe, fingierte Identitäten und erschlichene Darlehen im ganz großen Stil. mehr...

Gerichtsprozess

Werner Arzt drohen vier Jahre Haft wegen Betrugs

Bochum/Werne Er soll eine Bank um 1,6 Millionen Euro betrogen haben: Im Betrugsprozess rund um eine Bochumer Privatklinik drohen dem angeklagten Arzt aus Werne über vier Jahre Haft. Das hat das Bochumer Landgericht am Montag signalisiert.mehr...

Auf Cranger Kirmes verloren

Polizei Bochum fahndet nach Schnuffelbär "Heia"

BOCHUM Mit einer ungewöhnlichen Vermisstenanzeige will die Bochumer Polizei dem dreijährigen Malte helfen. Denn seitdem der Junge aus Gelsenkirchen vor einer Woche auf der großen Cranger Kirmes seinen „Schnuffelbären Heia“ verloren hat, schläft er schlecht.mehr...

Bauchschuss-Drama

Sieben Jahre Haft für Bochumer Pistolenschützen

BOCHUM Nach einem beinahe tödlichen Nachbarschaftsstreit ist ein 56-jähriger Pistolenschütze am Freitag in Bochum zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im Streit um zu laute Musik seinem Nachbarn in den Bauch geschossen.mehr...

Zeltfestival Ruhr 2017

Royal Republic: Weekend Men in Bochum

BOCHUM Beim Zeltfestival Ruhr in Bochum stand am Donnerstagabend eine besondere Rockband auf dem Programm. Wer auf den letzten Drücker kam, konnte bereits im Biergarten hören, wo es lang ging, denn schon bevor die Schweden überhaupt auf der Bühne standen, schallten „Royal Republic“-Sprechchöre aus dem kleinen Zelt.mehr...