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Diebstahl in der Table-Dance-Bar

BOCHUM Diebstahl ist nie eine gute Idee. Aber einen Mann aus dem Rotlichtmilieu zu bestehlen, ist wohl noch weiter davon entfernt. Gestern musste sich ein Elektroinstallateur genau wegen einer solchen Tat vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der 28-Jährige hatte aus der Table-Dance-Bar "Solid Gold" in der Gußstahlstraße mindestens 3000 Euro mitgehen lassen. Das Landgericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.

Ohne Umschweife legte der Bochumer gestern vor Gericht ein Geständnis ab. Wegen ständiger Elektroarbeiten in dem Laden habe er vom Geschäftsführer einen Büroschlüssel bekommen. Aus dem Büro habe er sich in der Zeit von Juli bis November 2007 mindestens fünf Mal den Schlüssel zum Geldeinwurf für die Videokabinen geschnappt - und dort dann zugelangt. Damit es nicht sofort auffiel, habe er nie das ganze Geld genommen, sondern immer um die 300 bis 600 Euro. Dann habe er den Schlüssel zurückgelegt. Als er bemerkt habe, dass in dem Duftspender der Kabine eine Videokamera installiert sei, habe er es mit der Angst zu tun bekommen und deshalb mit den Diebstählen aufgehört. Vorher habe er noch die Festplatte des Computers, auf dem das Video gespeichert war, zerstört.

Was es heißt, einen Mann aus dem Milieu zu bestehlen, bekam der Familienvater im Januar zu spüren. Er habe zehntausend Euro zahlen müssen und zusätzlich bei einer "Behandlung in der Box" einige kräftige Schläge in den Magen erdulden müssen, erklärte er. Außerdem habe ihn ein Freund des Bestohlenen um rund 20 000 Euro betrogen. Wobei es verwundert, dass Leute aus dem Rotlichtmilieu, die eigentlich mit Polizei und Staatsanwaltschaft eher weniger zu tun haben wollen, Anzeige erstatteten.

Der Verurteilte muss jetzt für lange Zeit ins Gefängnis. Zu dem Urteil kommen noch zwei Strafen von zwei beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten.

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