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Direktor griff zur Spülbürste

MITTE Ein ungewohntes Bild bot sich den Besuchern der Bochumer Suppenküche an der Arndtstraße: Während ehrenamtliche Helferinnen im Speisesaal ein kostenloses Mittagessen verteilten, sorgten Caritasdirektor Ulrich Kemner, Stadtdechant Hermann-Josef Bittern und Pater Andreas Wüller mit Schürze und Spülbürste für sauberes Geschirr.

Direktor griff zur Spülbürste

Caritas-Direktor Ulrich Kemner hilft Lore Lehnert von der Bochumer Suppenküche beim Spülen.

Organisiert wurde die Benefizveranstaltung von den Caritas- und Elisabeth-Konferenzen der Bochumer Kirchengemeinden, die der Suppenküche im Anschluss an das Mittagessen eine Spende in Höhe von 1000 Euro überreichten.

Die Gäste der Suppenküche waren der Einladung der Caritas-Konferenzen zum Mittagessen zahlreich gefolgt. Über 140 Portionen gingen während der zweistündigen Ausgabe über die Theke.

Viele Stammgäste

Gleich nach dem Einlass um 12 Uhr waren die beiden Speisesäle und der Flur gefüllt. Darunter viele Stammgäste, die regelmäßig zum Mittagessen in die Räume an der Arndtstraße kommen. "Ohne die Suppenküche könnte ich mir keine vernünftige Mahlzeit leisten. Mit nur 354 Euro im Monat und bei den steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen bleibt nicht viel übrig", erzählt Werner M., 51 Jahre alt, seit fünf Jahren arbeitslos.

Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag nimmt der gelernte Bergmann deshalb eine halbstündige Anfahrt mit Bus und Bahn in Kauf, um für 50 Cent in der Suppenküche ein warmes Mittagessen einzunehmen und Bekannte zu treffen. "Ich komme gerne hierhin. Die Suppenküche gehört fest zu meinem Alltag."

Gedenken an Elisabeth

Dass die Caritas-Konferenzen ihn und die anderen Gäste jetzt zum Essen einluden, freut Werner M. "Für uns ist das was Besonderes. Sonst nehmen nur wenige Notiz von uns", sagt er nachdenklich. Grund genug für die ehrenamtlichen Caritas-Helferinnen, die diesjährigen Feierlichkeiten zum 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth von Thüringen zum Anlass zu nehmen und das Benefiz-Essen in der Bochumer Suppenküche auszurichten.

"Im Andenken an das Leben und Werk unserer Namenspatronin wollten wir ein Zeichen setzen und benachteiligten Menschen eine Freude bereiten", erklärt Barbara Flegel, Vorsitzende des Bochumer Stadtverbands der Caritas-Konferenzen Deutschland e.V.

Und noch ´ne Spende

Zu diesem Zweck hatten die ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeiterinnen bereits am Samstag, 20. Oktober, im Katholischen Stadthaus an der Huestraße einen "Tag der Begegnung" veranstaltet. Neben Informationen über das soziale Engagement der Caritas-Konferenzen wurden selbst gebackene Kuchen und Kaffee zum Verkauf angeboten. Zusammen mit einer Großspende einer Bochumer Kirchengemeinde kamen insgesamt 2300 Euro für die Bochumer Suppenküche zusammen.

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