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Doppelkopfrunde rockt ab

WITTEN „So viel Zeit“ verging so schnell, zu schnell, wie die Zuschauer in der voll besetzten WerkStadt bei Frank Goosens äußerst kurzweiliger Lesung aus seinem eingangs genannten Roman feststellen mussten.

Doppelkopfrunde rockt ab

Frank Goosen präsentierte sich bestens aufgelegt.

Zwei Stunden lang präsentierte sich der Autor und Kabarettist bestens aufgelegt. Der Bochumer las nicht nur aus seinem neuen, fein geschliffenen Werk, sondern würzte seine Darstellung des Lebens von vier Mitvierzigern mit Anekdoten aus seinem Wirken und der tatsächlich existierenden Doppelkopfrunde, der in Goosens sechstem Schmöker die entscheidende Rolle zukommt.

Stoni, der Manager

Wieder mit dabei: Stoni, der schon bei „Liegen lernen“ und „Pokorny lacht“ mitmischte. Diesmal ist er der Manager der Band, die aus der Doppelkopfrunde von Arzt, Schriftsteller, Lehrer und Steuerberater - alle jenseits der 40 - hervorgeht und die gemeinsam mit dem nach Bochum zurück geholten Ole dann zu „Jailhouse Rock“ und „Jonny be good“ abrockt.

„Mountain of Thunder“, so der Bandname, startet ausgerechnet in einem Tennisklub im noblen Düsseldorf. Dies ist ebenso ein Widerspruch, den Goosen entsprechend satirisch aufarbeitet, wie die Fassade, die Konni, Thomas, Rainer und Bulle nach außen hin ihrer Stellung entsprechend wahren – wohingegen ihr wahres Leben alles andere als bunt ist.

Gerade diese Diskrepanz zwischen Schein und Sein hat es dem Ex-Tresenleser angetan. Diese fördert er mitten im „Pott“ in seiner Heimatstadt sowie links und rechts der A 40 und A 43 lustig wie skurril zu Tage. Die Geschichte, die zwischen Sprockhövel und Düsseldorf, bei einem Abstecher nach Ostwestfalen, spielt, besticht durch die Goosen typische, bildliche, exakt beschreibende und dabei sehr lebendige Sprache.

Geglückte Komposition

Der VfL Bochum-Fan, der am Ende sogar für ein Schalke- Buch Werbung macht, hat dabei auch für das Umfeld der Hauptdarsteller gleich mehrere, sehr außergewöhnliche Blicke, die er geschickt in seine Wort- und Satz-Melodien mit einspielt und so zu einer ganz besonderen, sehr geglückten Komposition zusammenfügt. So gibt das Geschriebene gemeinsam mit der im Roman beschriebenen Musik den Ton an und verzaubert auf seine ganz besondere Eigenart, die auch Frank Goosen bei seiner ausgezeichneten Lesung an den Tag legte. Anschließend hatte er noch für die Autogrammwünsche seiner Fans „so viel Zeit“. 

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