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Dorstenerin ist eine von 450 Agrarscouts

Luisa bricht eine Lanze für die Landwirtschaft

Dorsten Auf einem Bauernhof hat sie nie gelebt. Aber Luisa Hintze weiß eine Menge über die Arbeit dort. Denn die Dorstenerin ist eine von bundesweit 450 Agrarscouts und wirbt um Verständnis für die Landwirtschaft..

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Luisa Hintze (l.) erklärt Messebesuchern die Arbeit auf einem Bauernhof. Diese ehrenamtliche Lobbyarbeit für die Landwirtschaft macht ihr viel Spaß. (Foto: Forum Moderne Landwirtschaft)

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Im Schweine-Mobil wird für Messebesucher die Arbeit auf einem Hof nachvollziehbar. Auf dem „Erlebnis-Bauernhof“ erklärt Agrarscout Luisa Hintze auch das Kuh-Mobil. (Foto: Forum Moderne Landwirtschaft)

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Luisa Hintze aus Dorsten ist eine von etwa 450 Agrarscouts in Deutschland. (Foto: Forum Moderne Landwirtschaft).

Ihre ersten Erlebnisse auf einem Bauernhof hatte Luisa Hintze vor vielen Jahren bei einer Freundin in Raesfeld-Erle. „Die Familie hat einen Milchviehbetrieb, da habe ich das Melken gelernt“, erinnert sich die Dorstenerin. Melken kann sie also, was ziemlich vorteilhaft ist, wenn man mit einem Kuhmobil auf einer Messe steht und den Besuchern des „Erlebnis-Bauernhofes“ erklären soll, was in einem Stall so alles passiert.

Sie wollte „etwas Grünes studieren“

Inzwischen kennt sich die 24-Jährige in allen Bereichen der Landwirtschaft ziemlich gut aus. Denn nach dem Abitur am St.-Ursula-Gymnasium entschloss sie sich, „etwas Grünes“ zu studieren: Agrarwissenschaft. 2016 machte sie in Bonn ihren Bachelor, derzeit schreibt sie an der Masterarbeit über Tierwissenschaften. Und macht ganz nebenbei ehrenamtlich im Auftrag des Forums Moderne Landwirtschaft Lobbyarbeit für die Bauern.

Seit Januar 2016 bestärkt das Forum Moderne Landwirtschaft in Berlin Landwirte und Agrarstudenten mit einem Training darin, auf Verbraucher zuzugehen, sich ihren Fragen zu widmen und mit ihnen in einen gemeinsamen Dialog über die Landwirtschaft zu treten, Erlebnisstationen, wie zum Beispiel Schweine- und Kuh-Mobil, verständlich und greifbar zu machen. Auf jede professionelle Schulung folgt immer mindestens ein Praxis-Tag auf einer Veranstaltung im städtischen Raum. „Viele Städter wissen heute nicht mehr, wie ihre Nahrungsmittel erzeugt werden und wie es auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aussieht. Trotzdem wächst das Bewusstsein für gute Ernährung und die Anspruchshaltung an eine moderne Landwirtschaft“, sagt die junge Dorstenerin.

Mit Menschen ins Gespräch kommen

Auf der „Grünen Woche“ in Berlin war sie, zuletzt auf der der „Land und Genuss“ in Frankfurt. „Es macht Spaß, mit Menschen über die Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Ich möchte ja, dass nicht nur über uns, sondern mit uns geredet wird.“ Luisa Hintze sagt „uns“ und fühlt sich auch ohne familiäre „Vorbelastung“ als Teil der Landwirtschaft. Möglich, dass es in nächster Zeit auch beruflich in Richtung Unternehmenskommunikation geht.

Mit Tieren muss es wahrscheinlich aber zu tun haben. Ihr liebstes Tier ist allerdings keine Kuh und kein Schwein, sondern ein Pferd.

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