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Zum Prozessauftakt Geständnis angekündigt

18-Jähriger bereut Überfall auf Zeitungsboten zutiefst

Dorsten/Essen Mit der Ankündigung eines Geständnisses hat am Donnerstag (18.9.) am Essener Landgericht der Prozess um den brutalen Überfall auf einen Dorstener Zeitungsboten (73) begonnen - es geht um versuchten Mord, Diebstahl und gefährliche Körperverletzung.

18-Jähriger bereut Überfall auf Zeitungsboten zutiefst

Der Zeitungsbote (73) im Gespräch mit seinem Gelsenkirchener Anwalt Norbert Fölting.

Auf der Anklagebank sitzt ein 18-Jähriger aus Dorsten. Sein Verteidiger Patrick Flöther kündigte kurz vor Prozessbeginn auf dem Gerichtsflur ein Geständnis an. "Mein Mandant bereut zutiefst, was er dem Zeitungsboten angetan hat und wird vor Gericht die volle Verantwortung übernehmen. Er kann es sich selbst nicht erklären, was bei der Tat in ihm vorgegangen ist", sagte der Essener Anwalt.

Kaum hatte die Protokollführerin den Prozess aufgerufen, leuchtete vor Saal 386A auch schon das Signalschild auf: "Nicht öffentliche Sitzung". Hintergrund ist das Alter der Jugendlichen. Der Angeklagte war zur Tatzeit erst 17 und damit gebührt ihm besonderer Schutz. Der Teenager, ein zweifacher Vater, wurde über einen Nebengang direkt in den Gerichtssaal geführt. Zu Gesicht bekam ihn wirklich niemand.

DORSTEN Der mutmaßliche Täter, der am Dienstagmorgen (18. März) einen 73-jährigen Zeitungszusteller dieser Zeitung auf der Olbergstraße in Holsterhausen brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt hat, ist gefasst. Bei dem Täter handelt es sich um einen 17-Jährigen aus Dorsten.mehr...

Der heute 18-Jährige sitzt noch immer in Untersuchungshaft. Laut Anklage hat er am 18. März einen 73-jährigen Zeitungsboten an der Olbergstraße beinahe ermordet. Der Senior hatte dem jungen Mann, der zuvor offenbar an der Bonifatiusstraße einen Motorroller gestohlen hatte und damit liegen geblieben war, nichts Böses ahnend seine Hilfe angeboten. Kurz danach wurde er laut Anklage brutal attackiert, mit einem Gegenstand niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Der Täter verschwand letztlich mit dem Opel Astra des Seniors, konnte jedoch kurz danach festgenommen werden.

Der 73-Jährige lag wochenlang im Krankenhaus, erlitt Knochenbrüche im Gesicht und an der rechten Hand, musste mehrfach operiert werden. Mehrere Platten stabilisieren die Bruchstellen, dem Zeitungsboten stehen weitere Operationen bevor. Der 73-Jährige erschien am Donnerstag gemeinsam mit seinem Anwalt Norbert Fölting zum Gerichtstermin. Im Gespräch mit der Dorstener Zeitung sagte er: "Es geht mir inzwischen wieder gut." Seit September trage er auch bereits wieder täglich Zeitungen aus. Die Überfallsituation beschrieb er kurz so: "Ich habe das Gespräch mit dem jungen Mann eigentlich als völlig harmlos angesehen. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass die Situation so plötzlich in Gewalt umschlägt." Für den Prozess haben die Richter der 3. Jugendstrafkammer noch drei weitere Verhandlungstage bis zum 25. September terminiert.

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