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Hervester Straße

Ärger um Pannen-Baustelle in Wulfen

Wulfen Schnell soll es gehen. So schnell, dass die Beeinträchtigungen für Autofahrer und Anlieger der Hervester Straße erträglich bleiben. Doch bei der Organisation, wie denn die Hervester Straße in den nächsten zweieinhalb Wochen saniert wird, haben sich der Landesbetrieb Straßen NRW und die Firma Strabag offenbar gegenseitig überholt.

Ärger um Pannen-Baustelle in Wulfen

1. Panne

Montagvormittag wurde die Fahrbahndecke zwischen Wienbecke und Alte Hervester Straße gefräst. Das war kurzfristig vorgezogen worden. Viel schlimmer: Die Verbindungsstrecke zwischen Wulfen und Hervest wurde dafür komplett und nicht nur halbseitig gesperrt. „Das war ein Fehler und mit uns nicht abgesprochen“, räumten Projektleiter Frank Hausendorf und Michael Rützel (Bauüberwachung) ein. Die Sperrung bleibt Dienstag und Mittwoch bestehen, dann ist das 700 Meter lange Stück fertig.

2. Panne

Autofahrer sollten der Umleitung U 3 folgen, doch die führte irgendwo in Lippramsdorf ins Nirwana. „Die Beschilderung war nicht vollständig“, räumten die Vertreter von Straßen NRW ein. Autohändler Clemens Borgmann war da schon auf 180. „Ein Kunde aus Gelsenkirchen ist entnervt umgedreht.“ Borgmann hätte ihn und andere Autofahrer, die zum Reifenwechsel angemeldet waren, gerne vorher informiert.

3. Panne

Den Zeitplan hat Straßen NRW sehr kurzfristig mit der Stadt abgestimmt. „Wir wissen davon auch erst seit zehn Tagen“, sagte Karl-Georg Lann (Städtische Verkehrsabteilung), als Anlieger Montagnachmittag im Rathaus einen Blick auf den Ablaufplan werfen konnten. Da rollten die Baumaschinen schon seit Stunden durch Wulfen. „Das ist nicht optimal“, gab Lann zu, „aber mit der Baumaßnahme zu warten, bis alle Anlieger informiert sind, wäre die schlechteste aller Möglichkeiten gewesen.“ Das sieht Autohändler Borgmann natürlich anders. „Wir haben Urlaubssperre und eine 130-prozentige Auslastung bei unserem Reifenservice. Vor drei Wochen hätte ich die Kunden anschreiben und neue Termine vereinbaren können.“

Straßen NRW hat offensichtlich auf die Tube gedrückt, um die Sanierung in diesem Jahr noch abzuwickeln. „Ob es nächstes Jahr Geld dafür gibt, wissen wir ja nicht“, meint Hausendorf. Dabei ist offenbar organisatorisch einiges auf der Strecke geblieben. 

Der Zeitplan

18./19. Oktober: Halbseitige Sperrung zwischen Orthöver Weg und Kleiner Ring, eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Vollsperrung zwischen An der Wienbecke und Alte Hervester Straße. 20./21. Oktober: Vollsperrung zwischen Kleiner Ring und Markeneck/Potmere. 24./25. Oktober: Vollsperrung zwischen Markeneck/Potmere und Großer Ring. 26./27. Oktober: Vollsperrung zwischen Großer Ring und Zufahrt Borgmann. 28. bis 31. Oktober: Vollsperrung zwischen Borgmann und Munastraße. 2./3. November: Vollsperrung zwischen Munastraße und An der Wienbecke.

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